Vorbereitung an der türkischen Riviera für den richtigen Pfiff an der Ostsee


24.01.2019
Spielbetrieb • Schiedsrichter

Eine 32-köpfige Delegation der Spitzenschiedsrichter aus dem Landesfußballverband Mecklenburg-Vorpommern weilte im Januar beim Winterlehrgang in Antalya (Türkei).

Nach zwei sehr erfolgreichen Jahren im Van der Valk Resort Linstow reisten die Top-Schiedsrichter des Landesfußballverbandes Mecklenburg-Vorpommern (LFV M.-V.) in diesem Jahr zum Winterlehrgang an die türkische Riviera. Im Vorfeld ideal vom Schiedsrichterausschuss des LFV M.-V. (VSA) organisiert, fanden die Referees in Antalya hervorragende Bedingungen im Trainingslager vor. Oberstes Ziel war es, sich erfolgreich auf die Rückrunde vorzubereiten und neue Impulse zu setzen.
 
Die 32-köpfige Delegation flog von Hannover aus nach Antalya und gastierte dort im renommierten Melas Lara Hotel. Nach der Ankunft eröffnete der Vorsitzende des VSA und ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter Torsten Koop offiziell den Lehrgang und stellte einen groben Fahrplan für die kommenden Tage vor. Er bedankte sich zudem für die Einsatzbereitschaft in der Hinrunde und gab einen Ausblick auf die Rückrunde.

In den darauffolgenden Tagen standen unter anderem internationale Testspiele auf dem Plan, bei denen sich zum Teil ganz neue Rahmenbedingungen für die Schiedsrichter aus Mecklenburg-Vorpommern boten: es handelte sich in den Vergleichen meistens um Teams, die in ihren Ländern in der höchsten Spielklasse kicken. Die Gespanne waren so mit ungewohnten Anforderungen konfrontiert, unter anderem weil eine umfassende sprachliche Kommunikation auf Englisch notwendig war. Weiterhin galt es, sich auf die professionellen Spieltaktiken und die erhöhte Dynamik optimal einzustellen. Alle Spiele fanden unter Spitzenbedingungen in den Stadien rund um Antalya statt.

Am jeweiligen Abend erfolgte eine ausführliche Besprechung der geleiteten Spiele im Plenum, bei der sowohl die Schiedsrichter, als auch die mitgereisten Beobachter ihre Eindrücke schildern konnten. Es wurden knifflige Videoszenen sofort ausgewertet und individuelle Lösungsansätze aufgezeigt. Für die angesetzten Schiedsrichtergespanne war es ein großes Plus, dass sie die Spiele auf Video sehen konnten.

Ein weiterer Punkt auf dem Ablaufplan war eine Videoschulung, bei der die Referees durch schwerpunktorientierte Szenen aus dem Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV) gefordert wurden. Die Einheit wurde von Florian Lechner, der seit Saisonbeginn Begegnungen in der 3. Liga pfeift und amtierender NOFV-Schiedsrichter des Jahres ist, geleitet. Es wurden Merkmale und Auslegungen der einzelnen Themengebiete des Regelwerks aufgefrischt und wertvolle Tipps für eigene Spielleitungen gegeben.

Zur individuellen Trainingsgestaltung bot das Hotel einen großzügigen Fitnessbereich sowie ein Schwimmbad. Hier konnten sich die Unparteiischen ganz spezifisch auf die jeweiligen Spiele und die anstehende Rückrunde vorbereiten. Außerdem konnte darüber hinaus ein weiträumiger SPA-Bereich benutzt werden, in dem sich durch Massagen, Saunen und ein traditionelles Hamam regeneriert und erholt werden konnte.

Kameradschaftlich wurden in den Abendstunden Erfahrungen und Meinungen ausgetauscht und bei der Übertragung des Auftaktspiels der Bundesliga-Rückrunde zwischen der TSG Hoffenheim und dem FC Bayern München die Leistung des Schiedsrichters erörtert und diskutiert.

Der Verbandsschiedsrichter-Obmann Torsten Koop zeigte sich im Anschluss an den Lehrgang in der Türker sehr zufrieden und hofft auf eine ebenso erfolgreiche Rückrunde. „Die mitgereisten Schiedsrichter bedanken sich für den tollen und niveauvollen Lehrgang beim Landesfußballverband, speziell beim Schiedsrichterausschuss“, sagte Christian Allwardt, Schiedsrichter in der Regionalliga Nordost, stellvertretend für alle Mitglieder der Delegation.

Florian Lechner (m.) und seine Assistenten Tom Kruse (l.) und Niclas Rose (r.) wurde im Rahmen des Trainingslagers in der Türkei mit der Leitung der Partie des russisischen Erstligisten Dynamo Moskau gegen Pogon Stettin (Polen) betraut.

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