Sportplätze brauchen Wasser


01.07.2020
Verband • Partner • Spielbetrieb

Der Raincart: ein mobiler, kostengünstiger Regner sichert die Wasserversorgung des Sportrasens. [Foto: EUROGREEN]

Wasser ist ein kostbarer und teilweise teurer Rohstoff. Daher ist bei der Bewässerung von Sportplätzen sowohl auf eine fachgerechte Wasserversorgung als auch auf einen sparsamen Umgang mit Wasser zu achten. Tennenplätze (Hartplätze) benötigen zur Durchfeuchtung der Deckschicht etwa 3 l/m² (= 3 mm), bei ausgetrockneter Dynamischer Schicht auch bis zu 10 l/m². Auch Kunststoffrasenplätze benötigen zur Aufrechterhaltung ihrer Schutzfunktion und zur Reduzierung des Verschleißes eine Beregnungsmöglichkeit. Die Befeuchtung mit ca. 1 l/m² reduziert die hohen Belagstemperaturen während des Sommers und verbessert das Gleitverhalten. Bei hohen Temperaturen muss die Befeuchtung mehrmals täglich wiederholt werden.

Sportrasen stellt ganz besondere Anforderungen an die bedarfsgerechte Wasserversorgung der Gräser. Denn Rasengräser bestehen zu ca. 90 % aus Wasser. Ohne ausreichende Wasserversorgung brechen die Stoffwechselvorgänge zusammen und das Gras vertrocknet. Der tägliche Wasserbedarf der Gräser schwankt je nach Temperatur und Verdunstung zwischen 1 und 7 l/m² (= mm). Während des Sommers liegt er im Mittel bei etwa 4 l pro m² täglich. Wenn der natürliche Niederschlag ausbleibt, muss der Rasen beregnet werden, damit keine Trockenschäden entstehen. Außerdem hat die richtige Wasserversorgung entscheidenden Einfluss auf die Durchwurzelungstiefe. Nachfolgend die wichtigsten Regeln für eine richtige und sparsame Beregnung.

Der optimale Zeitpunkt: Er liegt kurz vor Welkebeginn der Gräser. Bis zu diesem Zeitpunkt haben die Wurzeln den Wasservorrat im Boden ausgeschöpft und bleiben in der Tiefe. Der Pflanzenbestand zeigt erste Welkesymptome (schlaffes Blatt, leichte Graufärbung). Jetzt ist der richtige Zeitpunkt zum Beregnen. Grundsätzlich wird während der Nacht oder in den frühen Morgenstunden beregnet. Verdunstungsverluste und Windabdrift sind dann gering.

Häufigkeit: Sie hängt von der Bodenart und dem Pflanzenbestand ab. Bei sandigen Böden und bei flach wurzelnden Gräsern muss in kürzeren Abständen beregnet werden als bei lehmigen Böden und tiefer Durchwurzelung. Wichtig ist, dass die Wassermenge zur wurzeltiefen Befeuchtung ausreicht. Nur dann bleiben die Wurzeln in tieferen Bodenschichten und die Gräser ausreichend scherfest. Bei Beregnung mit zu wenig Wasser verflacht das Wurzelwerk.

Kontrolle: Eine einfache, aber wirksame Kontrolle der erforderlichen Beregnungsdauer und der richtigen Wassermenge erfolgt durch die Spatenprobe. Mit ihr wird die Eindringtiefe des Wassers festgestellt. Grundsätzlich gilt für die Beregnung: Lieber selten mit ausreichenden Wassergaben als oft mit geringen Mengen. Für eine ausreichende Beregnung sind auf einem Rasenplatz pro Beregnungsgang ca. 100 bis 140 m³ Wasser erforderlich. Je nach Wasserpreis bedeutet dies zum Teil mehrere Tausend Euro im Jahr. Deshalb: richtig beregnen und sparsam mit Wasser umgehen.

Zum Schluss noch zwei Tipps zum Wassersparen: Eine zusätzliche Kaliumdüngung z. B. mit Basic K von Eurogreen vor dem Sommer lässt die Gräser sparsamer mit Wasser umgehen und das Anheben der Schnitthöhe im Sommer um 1 bis 2 cm spart ebenfalls Wasser.

Bei Fragen zur Bewässerung steht Ihnen gerne Ihr EUROGREEN Fachberater vor Ort Rede und Antwort: Tom Lippold, Mobil: 0170-5646204 oder tom.lippold[at]eurogreen.de.


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