Ausbildung mit Frauenpower

Erfolgreicher “Schiedsrichterinnen only”-Lehrgang

Insgesamt 17 Teilnehmerinnen waren drei Tage lang aktiv beim Lehrgang in der Sportschule Güstrow.

Die Anzahl der Schiedsrichter:innen in Mecklenburg Vorpommern wächst stetig an und ist kurz davor, die Eintausender-Marke zu knacken. Bei näherer Betrachtung wird aber deutlich, dass der prozentuale Anteil weiblicher Schiedsrichterinnen noch sehr ausbaufähig ist. Um auch im weiblichen Bereich einen Zuwachs zu generieren, muss es daher auch gezielte Angebote für Mädchen und Frauen geben. Mit einem Lehrgang in einem geschützten bzw. separaten Umfeld, hat der Landesfußballverband Mecklenburg-Vorpommern versucht, genau dieses gezielte Angebot zu schaffen. Die Maßnahme war Teil des DFB-Assist Programms und der damit erarbeiteten Strategie für die Entwicklung des Frauen- und Mädchenfußballs.

Am vergangenen Wochenende nahmen von Freitagnachmittag bis Sonntagmittag erstmalig siebzehn ausschließlich weibliche Teilnehmerinnen am kostenfreien Lehrgang “Schiedsrichterinnen only 2026” in der Sportschule Güstrow teil. In dem geschaffenen Rahmen trafen sich sowohl aktive Schiedsrichterinnen als auch interessierte junge Frauen, die es noch werden möchten. Bereits während der aktiven Kennenlernphase wurde deutlich, dass die Gruppe gemeinsam Spaß haben wollte, unheimliches Interesse an den Inhalten zeigte und neben der Konzentration auch viel Ausdauer bei den langen Ausbildungstagen bewies.

Auf der Tageordnung standen neben der klassischen Regellehre auch viele Praxisübungen, die allen Beteiligten Sicherheit beim Auftreten, ihrer klaren Kommunikation und schnellen Entscheidungen auf dem Platz helfen sollten. Wichtig war dabei immer wieder der Austausch zwischen den erfahrenen Schiedsrichterinnen und allen Kursteilnehmerinnen. Mareike Eitner machte als Schiedsrichterin und Mentorin am Freitagabend den Anfang. Neben der Materialkunde versteckt im Ich-packe-meinen-Koffer-Spiel, stellte sie sich allen neugierigen Fragen. Ihr war wichtig, dass „sich alle der Bedeutung vom ersten Eindruck bewusst sind, dass das respektvolle Auftreten zu jeder Zeit wichtig ist und Fehler beim Pfeifen dazugehören und nicht allein das Spiel entscheiden.“

Laura Patzwall war als Regionalschiedsrichterin dann am Samstag u.a. als Referentin vor Ort: „Es ist schön, so viele begeisterte Schiedsrichterinnen und Anwärterinnen an einem Ort zu haben und ich bin gespannt auf die Entwicklung jeder Einzelnen.“ Das bestätigte am Sonntag auch die Assistentin in der 2. Frauenbundesliga Jette Wolf. Sie motivierte jede Einzelne dazu, den „Fußball mutig aus einer anderen Perspektive kennenzulernen und Freude daran zu haben, auf dem Fußballfeld die Chefin zu sein.“ Wie die Frauen dabei u.a. mit Diskriminierung auf dem Fußballfeld umgehen können, vermittelte Anne Geisler vom “Lernort Ostseestadion” in ihrem Workshop. Durch die Erarbeitung der konkreten Rolle auf dem Platz, der Analyse von “echten” Fallbeispielen aus dem LFV und dem Üben von Grenzen setzen, erlangten die Mitwirkenden Handlungssicherheit und wichtiges Handwerkzeug zur Selbstfürsorge.

„Wir freuen uns, erstmalig den Kurs in diesem Format mithilfe der Finanzierung aus dem DFB-Assist anbieten zu können. Die begeisterten Kursteilnehmerinnen und die erfolgreiche Durchführung verlangen bereits jetzt nach einer Wiederholung in den kommenden Jahren“, so das Fazit der Verantwortlichen für Frauen- und Mädchenfußball Carolin Klatt. Sie drückt, genauso wie die Mitorganisatorin Julia Loh, allen jungen Frauen die Daumen, denn jetzt warten in den kommenden vier Wochen noch zwei Online-Seminare, die Lernphase und Ende Februar 2026 die Prüfung mit Regelfragen sowie der Lauftest

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Zentraler Ansetzer / Schiedsrichterwesen

Gregor Selow

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