Aus MV mit dabei: MSV Alt Käbelich

Probelauf zur “Zertifizierung von Vereinen” ist beendet

Die Abteilung “Entwicklung Vereine, Ehrenamt und Spielbetrieb” des DFB hatte den Prozess als echtes Beteiligungsformat angelegt. Mit dabei war u.a. auch Sven Langner als Vorsitzender des MSV Alt Käbelich. (Fotos: DPA/DFB)

Am vergangenen Wochenende trafen sich 21 Vereine aus ganz Deutschland, um den Probelauf zur “Zertifizierung von Vereinen” abzuschließen. Seit März 2025 wurde der DFB von Vereinen der Amateurbasis auf dem Weg der Entwicklung eines Programms zur “Zertifizierung von Vereinen” unterstützt. Jeder Landesverband war hierbei vertreten und hat somit zum Abschluss eines ersten wichtigen Meilensteins auf diesem Weg beigetragen. Um allen involvierten Personengruppen hierfür zu danken, war der zuständige DFB-Vizepräsident Peter Frymuth mit vor Ort. Aus dem LFV war Mitarbeiter Lars Arnhold gemeinsam mit den Vertreter:innen vom Pilotverein aus MV, dem MSV Alt Käbelich, vor Ort. “Ich bin überzeugt, dass die Zertifizierung ein starkes Instrument werden kann, um gute und engagierte Vereinsarbeit sichtbar zu machen”, so Arnhold. “Gleichzeitig ist es mir wichtig zu betonen, dass die große Vielfalt unserer Amateurvereine erhalten und gestärkt wird. Unsere Vereine unterscheiden sich in Struktur, Größe, Ausrichtung und Selbstverständnis – genau das macht unseren Fußball aus. Deshalb sollte die Zertifizierung diese Unterschiedlichkeit berücksichtigen und Vereine in ihrer individuellen Entwicklung sowie in ihrem selbstgewählten Vereinsbild und Vereinsprofil unterstützen.“

FAQ für die wichtigsten Zertifizierungsfragen:

Warum möchte der DFB gemeinsam mit seinen Landesverbänden ein Programm zur “Zertifizierung von Vereinen” aufsetzen?
Viele Amateurvereine stehen heute vor zunehmend komplexen organisatorischen und strukturellen Herausforderungen. Vom Ehrenamtsmanagement über Angebotserweiterungen bis hin zu administrativen Anforderungen. Ein solches Zertifizierungsprogramm soll sie genau dort abholen. Es unterstützt Vereine dabei, ihre internen Abläufe zu beleuchten, Verantwortlichkeiten klarer zu strukturieren und langfristig verlässliche Grundlagen für ihre Arbeit zu schaffen. Gleichzeitig trägt es dazu bei, die wichtige und gute Vereinsarbeit sichtbar zu machen und die Wahrnehmung des Vereins in der Öffentlichkeit zu stärken.
Somit wird eine Reihe von Mehrwerten geboten: es sorgt für Qualitätssicherung, steigert die Attraktivität für Mitglieder und Ehrenamtliche und kann bessere Voraussetzungen im Bereich Sponsoring und Förderung schaffen. Zudem ermöglicht es eine zielgerichtete Weiterentwicklung des Vereins, fördert eine moderne und transparente Außenwirkung und stärkt die Vernetzung zwischen Vereinen, Landesverbänden und dem DFB.


Was verbirgt sich hinter dem Probelauf?
Um ein Programm zur “Zertifizierung von Vereinen” von Beginn an praxisnah aufzubauen und die Vereine in die Entwicklung einzubeziehen, hat der DFB einen umfangreichen Probelauf gestartet. Seit März 2025 wurden dabei vor allem Inhalte, mögliche Abläufe und Anforderungen des Programms getestet.
Insgesamt 21 Vereine aus allen Landesverbänden wurden hier miteinbezogen und bekamen Unterstützung durch die Club-Beraterinnen. Die letzten elf Monate beschäftigten sich die Vereine intensiv mit einem für den Probelauf entwickelten Kriterienkatalog, bearbeiteten diesen, reichten entsprechende Nachweise ein und gaben dem DFB wertvolles Feedback. Der Probelauf endete am 20. und 21. Februar 2026 und stellt nun einen wichtigen Ankerpunkt zur Weiterentwicklung eines Zertifizierungsprogramms dar.

Welche Vereine haben am Probelauf teilgenommen?
Am Probelauf haben insgesamt 21 Vereine, und damit jeweils ein bis zwei Vertreterinnen aus jedem Landesverband, teilgenommen. Mit dabei waren: der Allgemeine Sportclub Loope, BFC Alemannia 1890, FC Untergrombach, FV Schwalbach, Habenhauser FV, MSV Alt Käbelich, Ratzeburger SV, SC 1911 Großröhrsdorf, Sportfreunde Walsum 09, SV 1912 Neuses, SV 1919 Lemberg, SV Curslack‑Neuengamme, SV Ellingen, SV Fortuna Schneidlingen, SV Gailingen, SV Pfiffelbach, SVM Gosen, TSV Hayingen, TSV Waldtrudering München, TuS Brake in Lippe e.V. sowie der VfR Voxtrup.


Wie geht es weiter?
Nach der Abschlussveranstaltung am DFB-Campus wertet der DFB alle Erfahrungen aus. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse bilden die Grundlage für die Weiterentwicklung des Zertifizierungsprogramms. Das Ziel besteht darin, ein Programm zu entwickeln, das Vereine in ihrer alltäglichen Arbeit unterstützt und bundesweit eingesetzt werden kann. Fragen, Hinweise oder Anregungen können jederzeit an folgende E‑Mail-Adresse gerichtet werden: vereinsentwicklung@dfb.de

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