Hannes Wolf erweitert die Perspeketive vieler Trainerinnen und Trainer

Neue Blickwinkel für das Fußballtraining

In der vergangenen Woche war U20-Nationaltrainer und Direktor Nachwuchs, Training und Entwicklung Hannes Wolf im Rahmen einer Fortbildung zum Thema „Trainingsphilosophie Deutschland“ in Schwerin und Neubrandenburg zu Gast. Mehr als 350 Trainer:innen und Fußballinteressierte nutzten die Gelegenheit, wertvolle Impulse für ihre tägliche Arbeit mitzunehmen und sich intensiv mit den Inhalten der Fortbildung auseinanderzusetzen.

Hannes Wolf begeistert Trainer:innen in Schwerin

Den Auftakt machte am 19. August die Veranstaltung in Schwerin. Nach der Begrüßung durch Verbandssportlehrer Martin Mroß, der gemeinsam mit Hannes Wolf später auch die praktischen Demo-Trainingseinheiten leitete, gab zunächst Lennart Claussen, Technischer Direktor Fußballentwicklung beim F.C. Hansa Rostock, einen Einblick in die Nachwuchsarbeit.

Claussen betonte dabei die Bedeutung eines gemeinsamen Ausbildungsweges bereits im Kinderfußball. Gerade in einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern sei es entscheidend, Vereine und Verbände noch enger miteinander zu vernetzen und jungen Spieler:innen optimale Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten. Nur so könne es gelingen, noch mehr Talente frühzeitig zu erkennen, gezielt zu fördern und langfristig für den Leistungsfußball zu entwickeln.

Anschließend ging es auf den Platz – und Hannes Wolf setzte direkt ein erstes Ausrufezeichen. Innerhalb von nur 60 Sekunden organisierte er gemeinsam mit den Spieler:innen fünf Spielfelder. Rund 60 Spieler:innen waren innerhalb einer Minute auf ihren jeweiligen Feldern verteilt. Nach einer kurzen Erklärung des Ablaufs rollte bereits nach weniger als zwei Minuten auf allen Feldern der Ball. Ein Tempo, das bei den ersten Trainer:innen auf den Rängen für staunende Blicke sorgte.

Für die praktische Einheit wurde etwa ein halbes Großfeld genutzt und in fünf Spielfelder unterteilt. Zwei davon waren als Funino-Felder aufgebaut, drei weitere als größere Spielfelder – zwei mit Kleinfeldtoren und eines mit einem Großfeldtor. In verschiedenen Spielformen zeigten Hannes Wolf und Martin Mroß eindrucksvoll, wie wichtig ein hoher Bewegungsanteil und möglichst wenige Unterbrechungen im Training sind.

Dabei wurde deutlich, dass es nicht immer große Veränderungen braucht, um ein Training weiterzuentwickeln. Mit kleinen, gezielten Anpassungen demonstrierte Hannes Wolf, wie bestehende Trainingsformen unkompliziert auf ein höheres Niveau gebracht werden können. Im Mittelpunkt stand dabei stets die Idee, die Spieler:innen möglichst häufig in Bewegung und in spielnahe Situationen zu bringen.

Auch die Spieler:innen, die als Demonstrationsmannschaften zum Einsatz kamen, zeigten sich von der Einheit begeistert. Die Botschaft von Hannes Wolf an die Trainer:innen war dabei klar: Es geht nicht darum, das bestehende Training schlechtzureden, sondern darum, es Schritt für Schritt weiterzuentwickeln.

Diese Haltung griffen auch die Teilnehmer:innen auf. In der abschließenden Fragerunde konnten sie ihre Eindrücke schildern, Fragen stellen und gemeinsam mit Hannes Wolf über die vorgestellten Inhalte diskutieren.

Wie gut die Impulse ankamen, zeigte auch das Feedback im Anschluss. „Die Veranstaltung war auf einem sehr hohen Niveau. Viele Inhalte werde ich in meinem Training anwenden. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, hierherzukommen“, lautete das Fazit eines Teilnehmers.

Damit hinterließ die Fortbildung in Schwerin nicht nur zahlreiche neue Trainingsideen, sondern vor allem einen wichtigen Gedanken: Gute Nachwuchsarbeit bedeutet, immer weiterzulernen, Bestehendes zu hinterfragen und gemeinsam den nächsten Entwicklungsschritt zu gehen.

„Diejenigen, die richtig gut werden, sind die schlauen Jungs und Mädels. Deshalb hoffe ich, dass ihr die Schule genauso liebt und genießt wie den Fußball.”

– Hannes Wolf, an die Spielerinnen und Spieler der Demo-Mannschaften

Hannes Wolf gibt auch in Neubrandenburg wertvolle Impulse


Nach dem Auftakt in Schwerin machte die Fortbildung „Trainingsphilosophie Deutschland“ mit U20-Nationaltrainer und Direktor Nachwuchs, Training und Entwicklung Hannes Wolf auch in Neubrandenburg Station. Zahlreiche Trainer:innen und Fußballinteressierte nutzten die Gelegenheit, Einblicke in die Trainingsphilosophie und moderne Nachwuchsentwicklung zu erhalten. Unterstützt wurde Hannes Wolf in Neubrandenburg von Felix Rosentreter, Stadttrainer Rostock, der die praktische Einheit gemeinsam mit Wolf begleitete. Nach einer kurzen Einführung ging es auch in Neubrandenburg schnell auf den Platz.


Direkt zu Beginn demonstrierte Hannes Wolf erneut, wie effizient eine Trainingseinheit organisiert werden kann. Innerhalb kürzester Zeit waren die Spieler:innen auf den vorgesehenen Spielfeldern verteilt und der Ball konnte rollen.

Die Demonstrationsmannschaft stellte die U13 des 1. FC Neubrandenburg 04. Da die Einheit mit einer Mannschaft durchgeführt wurde, wurde das zur Verfügung stehende Feld in zwei Spielflächen unterteilt. Dadurch war die Organisation etwas übersichtlicher, ohne dass der Fokus auf intensiven und spielnahen Trainingsformen verloren ging. In verschiedenen Spielformen zeigten Hannes Wolf und Felix Rosentreter, wie wichtig ein hoher Bewegungsanteil und möglichst kurze Pausen für die Entwicklung der Spieler:innen sind. Dabei wurde ,wie auch schon in Schwerin, deutlich, dass bereits kleine Veränderungen einen großen Unterschied machen können. Durch einfache Anpassungen an Raumgrößen, Regeln oder Abläufen lässt sich ein bestehendes Training weiterentwickeln und auf ein höheres Niveau bringen. Hannes Wolf zeigte den anwesenden Trainer:innen praxisnah, wie sich mit kleinen Handgriffen mehr Intensität, mehr Spielnähe und mehr Lernmöglichkeiten für die Spieler:innen schaffen lassen.

Einzelbild Weiß


Die U13 des 1. FC Neubrandenburg 04 setzte die Inhalte auf dem Platz engagiert um und erhielt dabei zahlreiche direkte Impulse. Gleichzeitig konnten die Trainer:innen auf den Rängen die Übungen beobachten und sich ein Bild davon machen, wie die vorgestellten Prinzipien in der Praxis umgesetzt werden.


Zum Abschluss bestand auch in Neubrandenburg die Möglichkeit, die Eindrücke gemeinsam zu reflektieren und Fragen zu stellen. Die Teilnehmer:innen nutzten die Gelegenheit zum Austausch und konnten dabei ihre eigenen Erfahrungen aus dem Trainingsalltag einbringen.
Die Fortbildung zeigte damit auch in Neubrandenburg, worauf es bei der „Trainingsphilosophie Deutschland“ ankommt: Viele Spieler:innen in Bewegung bringen, die Trainingszeit optimal nutzen und bestehende Inhalte mit einfachen Mitteln kontinuierlich weiterentwickeln.

Fazit

Das Fazit der beiden Veranstaltungen fällt eindeutig aus: Von Fortbildungen wie diesen profitieren alle Beteiligten. Sie schaffen neue Impulse, fördern den Austausch und tragen dazu bei, den Fußball auf allen Ebenen weiterzuentwickeln und auf ein höheres Niveau zu bringen.

Der Landesfußballverband Mecklenburg-Vorpommern bedankt sich bei Steffen Klatt, der maßgeblich dazu beigetragen hat, die Rahmenbedingungen für dieses Projekt zu schaffen und die Veranstaltungen überhaupt zu ermöglichen.

Ein besonderer Dank gilt zudem den Gastgebern FC Mecklenburg Schwerin, 1. FC Neubrandenburg 04 und dem Neumühler SV für die Organisation und Durchführung der Veranstaltungen sowie die Bereitstellung der Demonstrationsmannschaften.

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