In einem Endspiel, was leider nur das Minimum in Sachen Toren hervorbrachte, siegte der F.C. Hansa Rostock mit einem Treffer von Jette Schramm in der 19. Minute nach Ende der regulären Spielzeit. Die Frauen des Regionalligateams vom F.C. Hansa Rostock kehrten an den Ort zurück, wo sie vor exakt zwei Jahren nach Verlängerung und Elfmeterschießen den letzten Landespokalsieg gegen den Verbandsligisten TSV 1860 Stralsund einfahren konnten. In der Saison 2024/2025 zogen die Hanseatinnen nach einem Aus im Halbfinale gegen den späteren Pokalsieger vom 1. FC Neubrandenburg 04 nicht ins Finale ein. Der bisher einzige Sieg im Polytan-Landespokal der Verbandsligatruppe der HSG Warnemünde liegt schon einige Jahre zurück. In der Saison 2018/2019 konnte im Warener Müritzstadion der Überraschungssieg gegen die Frauen vom 1. FC Neubrandenburg 04 eingefahren werden, die bis dato mit einer einzigen Unterbrechung acht Jahre in Folge den Sieg auf der Habenseite verbuchen konnten. Insgesamt sahen rund 460 Zuschauende ein friedliches Spiel bei strahlend blauem Himmel und Sonne satt.
Das Match war über weite Strecken in Sachen Ballbesitz und Abschlüssen in der Hand der Hanseatinnen, die mitunter allerdings etwas Spieltempo und Genauigkeit vermissen ließen. Nach einer Ecke und mehreren versuchten Klärungen konnte sich Jette Schramm im Gewühl kurz vor der Torlinie durchsetzen und markierte damit den einzigen Treffer im Spiel. Die Warnemünder Spielerinnen wehrten sich entschieden und vor allem geschlossen gegen alle Offensivaktionen der Stadtrivalinnen, allerdings auf Kosten ihres Angriffsspiels, denn Torabschlüsse gab es in den 90 Minuten so gut wie keine. Ein Bruch im Spiel hätte die Gelb-Rote Karte in der 65. Spielminute der HSG-Kapitänin und Abwehrchefin Carolin Klatt sein können – sie kam gegen die frisch eingewechselte und sehr schnell dribbelnde Wiebke Lehmann den berühmten Ticken zu spät – aber auch dies konnten die Rostockerinnen nicht zählbar ummünzen.

Nichtsdestotrotz, den Polytan-Siegercheck bekamen die Frauen des F.C. Hansa Rostock von LFV-Präsident Heiko Lex zusammen mit dem Pokal und den Goldmedaillen am Ende verdient überreicht. „Player of the Match“ wurde aufgrund ihres leidenschaftlichen und aufopferungsvollen Einsatzes Henriette Schmidt von der HSG Warnemünde. Gekürt wurde sie von einer Jury um den Landestrainer weiblich Jan Krüger. Geleitet wurde die Partie von Laura Patzwall und ihren Assistenten Samuel Riebau, Andy Schmidt sowie dem 4. Offizielle Steffen Wagenknecht.
Der Gewinn des Polytan-Landespokals bringt den Einzug in die Play-offs des DFB-Pokals in der Folgesaison mit sich. Dort wartet auf die Vertreterinnen Mecklenburg-Vorpommerns ein Duell mit einem Zweitligisten oder es geht gegen Landespokalsiegerinnen aus einem der weiteren DFB-Landesverbände um den Einzug in die 1. Hauptrunde. Seit 2013 ist die Polytan GmbH offizieller Partner des Wettbewerbs, der seit der Saison 2022/2023 unter dem Namen Polytan-Landespokal ausgetragen wird.
Die WEMAG zeigt Herz: neue Trikots für alle Schiris im Land
Zu einer Trikotpräsentation der besonderen Art kam es am heutigen Tag ebenfalls. Die WEMAG fördert von 2026 bis 2029 als kommunaler Energieversorger aus Schwerin das Schiedsrichterwesen im gesamten Amateurfußball MVs. Konkret stellt das Energieunternehmen für aktive und künftige Unparteiische Schiedsrichtertrikots zur Verfügung, die auf der Rückseite mit dem WEMAG-Logo oder einem Claim bedruckt sind. Das bedeutet, dass die aktuell 945 aktiven Schiedsrichter und Schiedsrichterinnen in diesem Jahr mit jeweils sechs Trikots in drei Farben, jeweils kurz und lang, ausgestattet werden. “Unsere Energie. Euer Spiel.” ist der Claim für die Kampagne der kommenden Jahre – und das Schirigespann war das erste im Land, welches sie am heutigen Tag tragen durfte.
