Am Sonntag, den 06.09.2026, fand an der Sportschule Rostock-Warnemünde der jährliche Qualifikationslehrgang für die Schiedsrichter-Beobachter:innen des LFV Mecklenburg-Vorpommern statt. 39 Beobachter:innen waren der Einladung gefolgt, um sich für die kommende Saison fortzubilden und auf einen einheitlichen Bewertungsstandard vorzubereiten.
Die Eröffnung übernahm Christian Allwardt, bis zum gestrigen Verbandstag Verantwortlicher für Beobachtungen im VSA. Er begrüßte die Teilnehmer:innen, bedankte sich für den Einsatz und das Engagement in der vergangenen Saison und gab einen Rückblick auf die Saison 2025/2026. Dabei verwies er auf die Entwicklung der Beobachtungszahlen: Von rund 100 Beobachtungen pro Saison im Jahr 2022 stieg die Zahl in den vergangenen Jahren auf mittlerweile mehr als 300 in der Saison 2025/26. Jeder Schiedsrichter erhält bis zu drei Beobachtungen pro Saison, junge Talente werden gezielt gefördert und bis zu achtmal pro Saison von einem Beobachter begleitet.
Im Anschluss führte Jan Scheller, seit dem 05.09.2026 Landeslehrwart im neu gewählten VSA, durch den Regel- und Konformitätstest. Die Beobachter mussten dabei je 10 Regelfragen sowie 10 Videoszenen einheitlich bewerten. Im Anschluss stellte er die umfassenden Regeländerungen vor, die ab der aktuellen Spielzeit gelten.
Die Neuigkeiten des Beobachtungsbogens präsentierte Stefan Karnatz, der im Zuge der Neuwahl des VSA am 05.09.2026 neuer Verantwortlicher für Beobachtungen wurde. Er stellte die Anpassungen bei den Kategorien und den zugrunde liegenden Bewertungsfaktoren vor, die künftig zu einer veränderten Schwerpunktsetzung führen, vor allem in den Bereichen Regelkonformität und Spielverständnis. Bei den Verwarnungen gibt es außerdem eine neue Kategorisierung: Ein eigener Katalog für Pflichtverwarnungen soll die Bewertung persönlicher Strafen klarer machen.
Nach der Mittagspause in der Mensa folgte die praktische Szeneneinordnung per Videoanalyse. Unter Leitung von Christian Allwardt werteten die Teilnehmer im Plenum zahlreiche Videoszenen gemeinsam aus. Die Szenen wurden jeweils schematisch untersucht sowie auf die neuen Handreichungen und Änderungen im Beobachtungs- und Coachingbogen angepasst aufgelöst. Solche gemeinschaftlichen Auswertungen tragen dazu bei, dass die Beobachter:innen die Richtlinien einheitlich bewerten und anwenden.
Im weiteren Verlauf wurden Beispiele aus den Beobachtungsbögen besprochen, damit jeder Beobachter auch für die schriftliche Ausarbeitung konkrete Hinweise mitnehmen kann. Hier zeigte sich die gesteigerte Komplexität der Regeländerungen in Verbindung mit den praktischen Erfahrungen der Beobachter:innen auf den Fußballplätzen.
Der Lehrgang endete mit Hinweisen zur neuen Saison 2026/2027 und einer Zusammenfassung durch Christian Allwardt. Im Anschluss war Zeit und Raum für den gemeinsamen Austausch und Erfahrungsaustausch der Beobachter:innen untereinander. Alle Teilnehmer dankten allen Referenten und sind bestens für die neue Saison vorbereitet.