Die Finalisten des Lübzer Pils Landespokals stehen fest: Wie bereits im Vorjahr haben sich der F.C. Hansa Rostock und der SV Pastow in zwei intensiven und hart umkämpften Halbfinalpartien durchgesetzt. Das Finale wird voraussichtlich im Rahmen des Finaltags der Amateure am 23. Mai im Volksstadion Greifswald ausgetragen.
Der Weg ins Finale: F.C. Hansa Rostock
Nach einem Freilos in der ersten Runde ging es für den F.C. Hansa Rostock in der zweiten Runde nach Dargun. Beim SV Traktor Dargun gewannen die Hanseaten souverän mit 17:0. Auch danach blieb der Drittligist torhungrig: In der dritten Runde folgte ein 15:0-Erfolg im heimischen Ostseestadion gegen den SV 90 Görmin.
Im Achtelfinale traf man mit dem Penzliner SV erstmals auf einen Verbandsligisten. Doch auch hier sorgte Hansa früh für klare Verhältnisse und führte bereits nach rund 40 Minuten mit 3:0. Am Ende stand ein souveräner 5:0-Sieg und der Einzug ins Viertelfinale.
Dort wartete mit dem der aktuelle Tabellenzweite der Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern. Das Team von Trainer Nawotke schaffte, was zuvor keinem gelungen war: Es erzielte das erste Gegentor für den Drittligisten in der laufenden Landespokalsaison (zwischenzeitliches 1:2). Dennoch ließ sich die Kogge nicht beirren und brachte das Spiel mit einem klaren 5:1-Erfolg über die Ziellinie.
Das vorgezogene Finale folgte im Halbfinale gegen den Regionalligisten Greifswalder FC. Bereits in der Vorbereitung waren beide Teams aufeinandergetroffen – damals gewann Hansa knapp mit 3:2. Ähnlich eng gestaltete sich auch dieses Duell. Nach einer ruhigen Anfangsphase näherten sich beide Mannschaften zunehmend dem gegnerischen Tor, ohne jedoch zwingend zu werden.
Mit zunehmender Spieldauer verdichtete sich der Eindruck eines klassischen „1:0-Spiels“ – wer das erste Tor erzielt, gewinnt. Nach mehreren Halbchancen für Hansa fiel die Entscheidung schließlich in der Nachspielzeit: In der 91. Minute brachte Krauß eine punktgenaue Flanke auf den gut positionierten Voglsammer, der den Ball per Kopf ins untere linke Eck setzte und damit das Ticket für das Landespokalfinale löste.
Der Weg ins Finale: SV Pastow
Der SV Pastow startete fulminant in die Landespokalsaison: Bereits in der ersten Runde ließ man der Schwaaner Eintracht beim deutlichen 7:0-Erfolg keine Chance. Auch in Runde zwei blieb das Team torhungrig und besiegte den SV Teterow 90 mit beeindruckenden acht Treffern.
In der dritten Runde wartete mit dem FSV Kühlungsborn ein Ligakonkurrent – und es entwickelte sich ein intensives, umkämpftes Duell. Nach einem Doppelschlag kurz nach der Pause geriet Pastow mit 2:3 in Rückstand. Doch die Mannschaft bewies Moral: In der Schlussphase gelang ebenfalls ein Doppelschlag, ehe Tony-Glen Siegmund in der 82. Minute per Strafstoß den viel umjubelten 4:3-Siegtreffer erzielte.
Das Achtelfinale gegen die SG Dynamo Schwerin entwickelte sich zu einem der spektakulärsten Spiele des Wettbewerbs. Nach 90 Minuten stand es 2:2, und auch in der Verlängerung fiel kein weiterer Treffer. Im anschließenden Elfmeterschießen überboten sich beide Teams an Nervenstärke: Nach jeweils zehn erfolgreichen Schützen – darunter auch die Torhüter – trat Niklas Mönck zum 13:12 für Pastow an. Schwerins Kapitän Mario Schilling stand anschließend unter enormem Druck und scheiterte anschließend – Pastow zog mit 13:12 ins Viertelfinale ein.
Dort ließ der SVP nichts anbrennen und setzte sich souverän mit 5:1 gegen den Ligakonkurrenten aus Bentwisch durch. Damit war das Ticket für das Halbfinale gelöst.
Im Halbfinale wartete mit dem Oberligisten FC Anker Wismar ein klarer Favorit. Nach 60 Minuten schien die Partie beim Stand von 0:3 bereits entschieden. Doch dann begann eine bemerkenswerte Aufholjagd: Tim Fürstenau erzielte in der 67. Minute den Anschlusstreffer und leitete damit die Wende ein. Beflügelt davon kämpfte sich Pastow zurück ins Spiel – und wie schon zuvor zeigte das Team seine Comeback-Qualitäten. Innerhalb weniger Minuten sorgten Albert Romashkin (72.) und Guido Kocer (77.) für den Ausgleich. In der Verlängerung setzte Kocer schließlich noch einen drauf, erzielte zwei weitere Treffer und machte mit dem 5:3-Sieg das Fußballmärchen perfekt. Der erneute Finaleinzug im Lübzer Pils Landespokal war damit geschafft.
Für den SV Pastow bleibt es abzuwarten, welchen Platz der F.C. Hansa Rostock in der 3. Liga erreicht, denn mit einem vierten Platz oder besser wäre der FCH im “Profitopf” des DFB-Pokals und Pastow somit automatisch für den DFB-Pokal qualifiziert.