32 Mannschaften kämpften am vergangenen Wochenende in 16 Begegnungen um den Einzug ins Achtelfinale. Dabei trafen Teams aus der Landesklasse bis hin zur 3. Liga aufeinander und einmal mehr zeigte sich, wie groß die Unterschiede zwischen den Spielklassen sein können.
Für den deutlichsten Favoritensieg sorgte der F.C. Hansa Rostock. Beim Landesklasse-Vertreter SV Gützkow ließ der Drittligist von Beginn an keine Zweifel aufkommen und setzte sich am Ende souverän mit 11:0 durch. Noch eine Nummer deutlicher fiel der Erfolg des einzigen Regionalligisten aus Mecklenburg-Vorpommern aus. Der Greifswalder FC wurde seiner Favoritenrolle ebenfalls gerecht und ließ dem Landesklasse-Vertreter SV Teterow beim deutlichen 10:0-Erfolg keine Chance.
Für gleich zwei Ausrufezeichen sorgten der SV 90 Görmin und der SV Sukow. Görmin ließ im Duell zweier Landesklasse-Teams dem PSV Wismar keine Chance und feierte einen furiosen 9:1-Erfolg. Damit setzt die Mannschaft ihren überraschenden Pokallauf eindrucksvoll fort. Bereits in der zweiten Runde hatte Görmin mit dem Sieg gegen den FSV Kühlungsborn für Aufsehen gesorgt. Nun steht der SV 90 im Achtelfinale und darf weiter vom großen Pokalcoup träumen.
Für eine weitere Überraschung sorgte der SV Sukow. Der Aufsteiger, der erst in diesem Sommer den Sprung in die Landesklasse geschafft hatte, setzte sich mit 4:1 gegen den Landesligisten SV Waren durch. Damit schaltete Sukow einen höherklassigen Gegner souverän aus und sorgte für einen echten Pokalcoup. Nach dem Aufstieg setzt die Mannschaft damit auch im Landespokal ein erstes dickes Ausrufezeichen.
Deutlich enger ging es dagegen in Güstrow zu. Das Schlusslicht der vergangenen Verbandsliga-Saison empfing den FC Mecklenburg Schwerin, der in der vergangenen Saison den Aufstieg in die Verbandsliga geschafft hatte. Über weite Strecken entwickelte sich eine ausgeglichene und offene Partie, in der sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Die Entscheidung fiel schließlich erst in der Verlängerung – und dort wurde es kurios: Alle drei Treffer der zusätzlichen 30 Minuten fielen vom Elfmeterpunkt.
Auch in Neubrandenburg musste die Entscheidung über die reguläre Spielzeit hinaus warten. Im Verbandsliga-Duell zwischen dem 1. FC Neubrandenburg 04 und dem Malchower SV stand es nach 90 Minuten 1:1. Was anschließend folgte, glich einem kurzen Torrausch: Die Gastgeber drehten in der Verlängerung innerhalb kürzester Zeit auf und erzielten gleich vier weitere Treffer. Aus dem engen 1:1 wurde so noch ein deutliches 5:1 und damit das Achtelfinalticket für Neubrandenburg.
Die größte Nervenprobe des Pokalwochenendes wartete schließlich in Plate. Im Landesliga-Duell zwischen dem SV Plate und dem SC Parchim war auch nach 120 Minuten noch keine Entscheidung gefallen. Beim Stand von 2:2 musste das Elfmeterschießen herhalten. Dort bewies Plate die kühleren Nerven. Der SV Plate bewies vom Punkt die besseren Nerven: Alle Schützen der Gastgeber verwandelten ihre Strafstöße sicher, während der SC Parchim gleich zwei Versuche nicht im Tor unterbringen konnte. Damit zog Plate ins Achtelfinale ein.
Damit bot die dritte Runde des Lübzer Pils Landespokals einmal mehr die ganze Bandbreite, die den Pokal so besonders macht: deutliche Favoritensiege, überraschende Erfolgsgeschichten, dramatische Verlängerungen und die Entscheidung vom Punkt. Nun richtet sich der Blick auf das Achtelfinale und die verbliebenen Teams dürfen weiter vom großen Pokalcoup träumen.
Die Auslosung der Achtelfinalpartien findet am 6. Oktober um 17 Uhr in der Lübzer-Loge des Ostseestadions statt. Wer wissen möchte, auf wen die verbliebenen Teams treffen, kann die Auslosung live über unsere Social-Media-Kanäle verfolgen.
TSV Empor Zarrentin (LK) 2:5 SG Einheit Crivitz (LL)
FC Rot-Weiß Wolgast (LL) 5:2 n.V TSV 1860 Stralsund (LL)
SV Gützkow (LK) 9:0 Schweriner SC (LK)
SV Blau-Weiß Greifswald (LK) 1:12 Güstrower SC 09 (LL)
Rehnaer SV (LK) 1:6 SV Teterow (LK)
SV 90 Görmin (LK) 2:1 n.V. FSV Kühlungsborn (VL)
Laager SV 03 (LK) 1:4 SV Burg Stargard 09 (LK)
FSV Bentwisch (VL) 3:0 SV Warnemünde Fußball (VL)
FSV Testorf Upahl (LK) 6:2 Klein Lukower SV (KOL)
VSV Lassan (KOL) 0:1 SC Parchim (LL)
Doberaner FC (VL) 0:1 TSG Neustrelitz (OL)
SV Murchin/Rubkow (LK) 7:6 n.E. VFC Anklam (LL)
Hagenower SV (LK) 0:3 PSV Wismar (LK)
Kickers JuS 03 (LL) 3:1 TSG Gadebusch (LL)
SG Warnow Papendorf (LK) 0:4 SpVgg Cambs-Leezen Traktor (LL)
Penkuner SV Rot-Weiß (LK) 5:1 SG Insel Rügen (LK)
Einheit Grevesmühlen (LK) 4:1 FSV 1919 Malchin (LL)
SG Dynamo Schwerin (VL) 2:3 Malchower SV (VL)
SV Pastow (VL) 0:1 FC Mecklenburg Schwerin (OL)
SV Blau Weiß Polz (LK) 1:4 Rostocker FC (VL)
TSV Einheit Tessin (LK) 0:1 FSV Kritzmow (LL)
SV Sukow (LK) 5:1 SV Kröslin 1950 (LK)
SpVgg Torgelow Ueckermünde (LL) 0:2 FC Förderkader R. Schneider (VL)
Wittenburger SV (LK) 1:9 1. FC Neubrandenburg 04 (VL)
Grimmener SV (LL) 0:8 Greifswalder FC (RL)
Demminer SV 91 (LK) 1:4 Penzliner SV (VL)
TSV Bützow (KOL) 2:3 n.V. SV Rogeez (LK)
LSG Elmenhorst (LK) 1:6 SV Waren 09 (LL)
VfL Bergen 94 (VL) 2:0 FC Anker Wismar (OL)
FC Schönberg 95 (VL) 2:1 SV Siedenbollentin (OL)
Freilose: F.C Hansa Rostock, SV Plate
KOL = Kreisoberliga
LK = Landesklasse
LL = Landesliga
VL = Verbandsliga
OL = Oberliga
RL = Regionalliga
SV Gützkow (LK) 0:11 F.C. Hansa Rostock (3L)
FC Schönberg 95 (VL) 5:0 VfL Bergen 94 (VL)
SV Plate (LL) 6:5 n.E. SC Parchim (LL)
FSV Testorf Upahl (LK) 1:3 Einheit Grevesmühlen (LK)
SV Burg Stargard 09 (LK) 7:0 SV Rogeez (LK)
SV Sukow (LK) 4:1 SV Waren 09 (LL)
Kickers JuS 03 (LL) 1:3 Rostocker FC (VL)
FSV Kritzmow (LL) 1:6 FSV Bentwisch (VL)
FC Rot-Weiß Wolgast (LL) 2:0 Spvgg Cambs-Leezen Traktor (LL)
FC Förderkader René Schneider (VL) 0:3 TSG Neustrelitz (OL)
SV 90 Görmin (LK) 9:1 PSV Wismar (LK)
SG Einheit Crivitz (LL) 0:5 Penzliner SV (VL)
Güstrower SC 09 (LL) 2:3 n.V. FC Mecklenburg Schwerin (OL)
Penkuner SV Rot-Weiß (LK) 4:0 SV Murchin/Rubkow (LK)
SV Teterow 90 (LK) 0:10 Greifswalder FC (RLNO)
1. FC Neubrandenburg 04 (VL) 5:1 Malchower SV (VL)
LK = Landesklasse
LL = Landesliga
VL = Verbandsliga
OL = Oberliga
RL = Regionalliga