Hansa Rostock triumphiert erneut im Lübzer Pils Cup


22.05.2018
Landespokal • Männer

Die Spieler von Hansa Rostock konnten ihren Fans zum vierten Mal in Folge den Landespokal präsentieren. [Foto: Ulf Lange]

Am Ende war es richtig knapp. Und damit lieferte das diesjährige Endspiel im Landespokal im Lübzer Pils Cup zwischen dem FC Mecklenburg Schwerin und dem F.C. Hansa Rostock zumindest in Ansätzen einmal mehr den Beweis: „Der Pokal hat seine eigenen Gesetze.“ Im Detail traf diese nur zu gern im Überdruss verwendete Fußball-Theorie dann allerdings doch nicht zu. Denn mit einem 2:1 (1:0)-Erfolg gegen den Oberligisten aus Schwerin gelang der favorisierten Hansa-Kogge vor 3.100 Zuschauern im Neustrelitzer Parkstadion letztlich doch die erneute Titelverteidung und die Überraschung am Pfingstmontag blieb aus.

Für den Drittliga-Sechsten der abgelaufenen Saison war es bereits der vierte Pokalsieg in Folge. Zudem darf sich der Club in der 27-jährigen Cup-Historie in Addition mit den Erfolgen der eigenen zweiten Mannschaft in früheren Jahren mit insgesamt acht Triumphen nunmehr alleiniger Rekordpokalsieger in Mecklenburg-Vorpommern nennen.

Bis es jedoch soweit war, mussten die Rostocker ein hartes Stück Arbeit verrichten. „Damit hatte ich vorher nicht wirklich gerechnet“, gab auch FCH-Trainer Pavel Dotchev auf der anschließenden Pressekonferenz mit Blick auf den Punktspieleinsatz des FC Mecklenburg nur 48 Stunden zuvor (0:3 beim SV Lichtenberg) unumwunden zu. „Der Gegner hat es gut gemacht“, lobte Dotchev und attestierte derweil seinem eigenen Team keine gute Leistung. Er machte aber letztlich den eigentlichen Kerngedanken des letzten Rostocker Pflichtauftritts in dieser Spielzeit in Neustrelitz deutlich: „Wichtig war, dass wir gewinnen. Das haben wir geschafft.“

Dafür reichten bei sommerlichen Temperaturen die Tore von Pascal Breier (31.) und Lukas Scherff (80.). Für den zwischenzeitlichen Schweriner Ausgleich sorgte Kapitän Christopher Kaminski (74.). „Hätte uns jemand vor dem Spiel gesagt, dass wir 1:2 verlieren, hätten wir das wohl angenommen“, sagte Marcus Gaedke, sportlicher Leiter des unterlegenen FC Mecklenburg Schwerin, musste aber auch feststellen: „Nichtsdestotrotz sind wir natürlich enttäuscht.“ Diese gemischte Gefühlslage hatte seine Gründe. So verkaufte sich der abstiegsbedrohte Oberligist über die komplette Spielzeit gut und stellte den zwei Spielklassen höher agierenden Kontrahenten mit seiner taktischen Disziplin vor einige Rätsel. Nicht zuletzt war der Spielverlauf aber auch eng verbunden mit der Leistung des „Man of the match“, Maximilian Böttcher. Der FCM-Keeper hielt sein Team mit sehenswerten Aktionen immer wieder im Rennen - letztlich vergebens.

Somit zieht der F.C. Hansa Rostock zum wiederholten Male über den Lübzer Pils Cup in den lukrativen DFB-Pokal ein. Gegen wen die Hansestädter am 17.-20. August antreten müssen, entscheidet sich am späteren Abend des 8. Junis bei der Auslosung im ARD-Fernsehen. Die öffentlich-rechtliche TV-Anstalt hatte übrigens auch das Endspiel in MV samt aller weiteren bundesweiten 20 Pokalentscheidungen im Rahmen der dritten Auflage des Finaltags der Amateure in Form einer Konferenz übertragen. Eine Wiederholung dieses Formates ist bereits in Planung und der entsprechende Termin steht auch schon frühzeitig fest. Demnach findet das Landespokalfinale in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2019 am 25. Mai statt.

Das Endspiel im Lübzer Pils Cup war eingebettet in den bundesweiten „Finaltag der Amateure“. [Foto: Ulf Lange]

Die Entscheidung: Lukas Scherff erzielt in der 80. Minute den 2:1-Siegtreffer für Rostock. [Foto: Ulf Lange]


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