"Fußball ist einfach ein geiler Sport"


30.09.2020
Verband • Frauen- und Mädchenausschuss • Frauen • Ü-Spielbetrieb • E-Juniorinnen • F-Juniorinnen

Da war mächtig was los in Pastow: 46 Spielerinnen aus den Altersklassen der E- und F-Juniorinnen wetteiferten im Turnier auf Minispielfeldern.

Das vergangene Wochenende stand im Zeichen des Frauen- und Mädchenfußballs. Die mehrtägige Veranstaltungdes Landesfußballverbandes Mecklenburg-Vorpommern (LFV) im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums der Aufhebung des Frauenfußballverbots in Deutschland wurde am Freitag mit einem Online-Seminar zum Thema "Der Weg zum Mädchen- und Frauenteam" eingeleitet. Am Samstagnachmittag trafen sich dann 46 F- und E-Juniorinnen aus insgesamt 19 Vereinen auf der Sportanlage des SV Pastow. Dort wurden tolle Rahmenbedingungen für die Umsetzung des Kinderfußballturniers im Modus 3-gegen-3 auf Minispielfeldern vorgefunden. Bereits bei der Erwärmung freuten sich die Sieben- bis Zehnjährigen. "Heute dürfen nur wir Mädchen mal miteinander spielen, so ohne Jungs und ihre Sprüche. Ich bin gespannt, wie gut die anderen sind“, hieß es unter anderem.

Und was sie schon alles können, zeigten die jüngsten Kickerinnen anschließend auf den 20x28 Metern großen Spielfeldern mit vier zugehörigen Minitoren. Dabei galt es in den sieben Spielen von jeweils sieben Minuten schnelle Entscheidungen zu treffen. Die Juniorinnen suchten immer wieder die Mitspielerin in der Angriffszone. Ebenso war in den Gesichtern der zehn Vereins- bzw. aus Einzelspielerinnen bestehenden Mixteams vor allem eines zu sehen: Spaß am Spielen und Toreschießen. "Auch wenn sich einige Trainer*innen noch immer an die Turnierform mit den Regeln gewöhnen, so muss ich doch anerkennen, wie kindgerecht die Maße des Spielfeldes und die zwei Tormöglichkeiten sind. Ebenso hat auch das Auf- bzw. Absteigen der Gewinner bzw. Verlierer ein leistungsgerechtes Aufeinandertreffen der Teams zur Folge, so dass alle Spielerinnen entsprechend ihrer Fähigkeiten gefordert werden,“ bilanzierte Andrea Bickel, Mädchenkoordinatorin im LFV-Ausschuss für Frauen- und Mädchenfußball (AFM) direkt vor Ort.

Bickel durfte dann auch in den späteren Stunden des Tages einige betagtere Damen zur Ehrungsveranstaltung "Gesichter des Frauen- und Mädchenfußballs" begrüßen. Auch wenn die Veranstaltung witterungsbedingt etwas ins Wasser fiel und viele Trainer*innen und Ehrungsgäste der Einladung kurzfristig nicht folgten, entstand dennoch ein einstündiges Spielchen bei Wind, Regen und viel Lachen. Gerade die Ü35-Spielerinnen freuten sich über die Spielmöglichkeit, trotzten dem Wetter und zeigten den Verbandsligaspielerinnen vom Greifswalder FC – diese hielten sich zur Saisonvorbereitung in Rostock auf – was sie noch können. "Ich muss gerade auch an Tagen wie diesen immer wieder feststellen: Fußball ist einfach ein geiler Sport", sagte die bekannte Ü35-Spielerin Kessy Winkelsesser nach Abpfiff erfreut.

Beim abschließenden Grillen trafen sie dann auf vier Pionierinnen von 1970, die somit der jüngsten Stunde des Frauenfußballs angehörten. "Die Frauen hatten sich viel zu erzählen und tauschten etliche Erfahrungen aus ihrem Fußballleben aus. Gerade beim Blick auf die Foto- und Artikelwand (wurde von allen Beteiligten bestückt/d. Red.) wurde ihnen bewusst, dass Fußball ein unheimlich verbindender Teamsport ist und die zahlreichen Fußballerlebnisse so unglaublich wertvoll im Leben sind“, fasste Antje Schröder als AFM-Mitglied im Bereich Öffentlichkeitsarbeit zusammen.

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