Vorbildliche Quote: Insgesamt neun Tage des Mädchenfußballs im Land


14.09.2018
Frauen- und Mädchenausschuss • Frauen • Juniorinnen

Mit Stolz können alle Beteiligten auf die Förderung des kleinsten weiblichen Nachwuchses in den vergangenen Wochen und Monaten zurück blicken. Neun Veranstaltungen der vom Deutschen Fußball-Bund unterstützten Aktion „Tag des Mädchenfußballs“ sind im Gegensatz zu lediglich zweien im Jahr zuvor doch eine echte Hausnummer im Jahr 2018. Viele Vereine und Kreisverbände hatten ihre zur Verfügung gestellten DFB-Pakete, mit Bällen, Plakaten und Präsenten für die neu interessierten Mädchen auf den durchgeführten Kreiskonferenzen oder in der Geschäftsstelle des Landesfußballverbandes Mecklenburg-Vorpommern (LFV M.-V.) übernommen. Im Vorfeld hatte der Verband versucht, die Events im Land in den sozialen Medien durch einheitliche Gestaltung im Stil der etablierten Amateurfußball-Kampagne bestmöglich zu unterstützen.

JAHRESAUFTAKT IM RAHMEN DER UEFA U17-ELITERUNDE

Bereits im März erfolgte der diesjährige Startschuss in Neubrandenburg. Seinerzeit kämpfte die U17-Nationalmannschaft der Frauen bei der UEFA-Eliterunde in Mecklenburg-Vorpommern um die Qualifikation für die Europameisterschaft. Die Mannschaft von Trainerin Anouschka Bernhardt trat dabei unter anderem auch im neu.sw-Stadion, dem Spielort des 1. FC Neubrandenburg 04, an. Und eben hier erlebten viele Spielerinnen und interessierte Mädchen einen ganz besonderen Tag des Mädchenfußballs, durften sie doch im Vorfeld der drei Spieltage ein Sondertraining mit den Spielerinnen der Nationalmannschaft absolvieren.

ETABLIERTE VERANSTALTUNG IN ROSTOCK FOLGT IM MAI

In der Hansestadt Rostock fand beim ortsansässigen Rostocker FC wenige Wochen später schon zum 8. Mal der Tag des Mädchenfußballs statt. Neben den 50 Mädels, die beim Rostocker FC bereits wöchentlich gegen den Ball treten, kamen auch 20 neue Kickerinnen aus Rostock und Umgebung auf das Sportgelände am Damerower Weg, auf dem eine gelungene Abwechslung zum sonstigen Trainings- und Spielbetrieb geboten wurde. Der Durchführung mangelte es an nichts. Neben Erwärmungen, kleinen Obstpausen, Stationsbetrieb, der Schussgeschwindigkeits-Messanlage (Speedkick) und einer Hüpfburg gab es viele Trainer und Aktive aus den Damenteams des RFC, die sich erfolgreich darum bemühten, großen und kleinen Mädchen den Fußballsport als neues Hobby ans Herz zu legen.

VOLLES PROGRAMM IM JUNI

Im Juni standen satte fünf Veranstaltungen auf dem Plan. In Greifswald wurde vom Greifswalder FC bei sommerlichen Temperaturen immerhin schon zum dritten Mal der Tag des Mädchenfußballs ausgerichtet. Leider fanden hier lediglich elf Teilnehmerinnen den Weg ins Philipp-Müller-Stadion. Diese Mädchen waren jedoch bei der von DFB-Stützpunkttrainer Henry Gransow durchgeführten Trainingseinheit hoch motiviert und engagiert dabei bei der Sache. Später gab es dann die Möglichkeit, sich an verschiedenen Stationen zu versuchen. Abschließend konnte man bei einem Turnier der B-Juniorinnen Eindrücke sammeln, wie es bei den „Großen“ so zur Sache geht.

Die Verantwortlichen vom Hagenower SV können sich auf die Fahnen schreiben, einen nominell sehr erfolgreichen Tag des Mädchenfußballs durchgeführt zu haben. Durch das Konzept, in Zusammenarbeit mit umliegenden Schulen an einem Schultag dieses Angebot durchzuführen, war der Zulauf enorm. Ganze 66 Mädchen nahmen teil und wurden sowohl von der Schule mit dem Bus abgeholt, als auch wieder zurück gebracht. Und davon wollten 13 talentierte Mädchen direkt wiederkommen und mittrainieren – eine tolle Bilanz.

Auch der FC Rastow 07 beteiligte sich als Austragungsverein und sorgte mit Stationsbetrieb und liebevoller Betreuung für etliche glückliche Gesichter bei den Teilnehmerinnen. Besonders lobenswert: alle Mädchen bekamen kleine Preise und Teilnehmerurkunden, die sie mit nach Hause nehmen konnten. Von den 26 Mädchen im Alter von sieben bis 14 Jahren wollen viele an der künftigen Fußball-AG in der Schule und unter Anleitung des Vereins teilnehmen.

Der SV Waren 09, der vor nicht allzu langer Zeit noch jede Menge weiblichen Nachwuchs und auch eine Verbandsliga-Frauenmannschaft im Spielbetrieb hatte, zeigte sich mit dem Durchführen des Tages im KFV Mecklenburgische Seenplatte vorbildlich. Zeitgleich mit dem Saisonabschlussturnier der AOK-Verbandsliga der B-Juniorinnen und der Landesmeisterschaft der Frauen-Kreismeister, ging es einen ganzen Tag lang um den Frauen- und Mädchenfußball. Angeboten wurden verschiedene Dribbelparcours, Torschussübungen und die Möglichkeit, unter der Anleitung von Jugendtrainern in einer Socceranlage zu kicken.

Mädchenpower auf dem Jahnsportplatz hieß es seinerzeit für die B-Juniorinnen des FC Anker Wismar als Gastgeberinnen eines gut besuchten Mädchenturniers. Im selbigen Rahmen hieß der Verein auch Nachwuchsspielerinnen und jene, die es werden wollen, beim Tag des Mädchenfußballs in der Hansestadt willkommen.

GUTE RESONANZ IN LÜBZ

Die Strategie der Zusammenarbeit mit den Schulen verfolgte auch der 1. FSV Grevesmühlen. Im Gegensatz zum Best-Practive-Beispiel in Hagenow, konnte hier trotz der Durchführung an einem schulpflichtigen Montag leider nur ein geringer Erfolg verzeichnet werden. Dennoch ist das Bemühen des Vereins um den Aufbau neuer Strukturen hoch anzurechnen. Dass durch engmaschigere Kommunikation mit dem Bildungsträger und dem Landesverband sowie einer intensiveren Planung im Vorfeld ein deutlich höherer Erfolgsgrad erreicht werden kann, zeigen die Beispiele bei anderen Vereinen. Mit diesem Wissen gehen die Verantwortlichen in die Zukunft – und die angepeilte Neuauflage wird somit sicherlich ein voller Erfolg.

Der neunte Tag des Mädchenfußballs im Jahr 2018 machte am 5. September beim Lübzer SV Station. Mit dem Start nach Ferienende erhoffte man sich guten Zulauf, der sich am Ende an diesem in Lübz schon zur Tradition gewordenen Tag auch prompt einstellte. Auf Initiative des Mädchen-Trainers Marino Benske konnten über 30 junge Fußballerinnen der Grund- und Regionalschule auf dem Sportplatz Feldstraße zum Schnuppern an den zahlreich aufgebauten Stationen begrüßt werden. Auch gerade frisch eingeschulte Mädchen hatten mit den zwei Sportlehrerinnen der Grundschule drei Trainern eine gute Betreuung, so dass viel Spaß beim Ablegen des Fußballabzeichens Einzug hielt. Gute Argumente bei der Veranstaltungsauswertung und vorzeigbare Erfolge des weiblichen Nachwuchses im letzten Jahr haben schon zu ersten Neuzugänge im Verein geführt.

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