Traditionstreffen 2019: Kaffee und Kuchen mit einem Olympiasieger


01.04.2019
Verband • Ehrenamt

Die geballte Erfahrung aus unzähligen Jahren als Aktive und/oder Funktionäre im Fußballsport in Mecklenburg-Vorpommern traf sich am 31. März im Hanseatentreff in Rostock.

Ende März lud der Landesfußballverband Mecklenburg-Vorpommern (LFV M.-V.) rund 45 Teilnehmer zur neuerlichen Auflage des Traditionstreffens ein. „Im Turnus von zwei Jahren führen wir diese Veranstaltung für unsere Ehemaligen, Verdienstvollen sowie Ehren- und Gründungsmitglieder durch. Es soll damit zum Ausdruck gebracht werden, dass wir sie nicht vergessen haben und ihre einstigen oder noch immer aktiven Leistungen rund um den Fußballsport große Wertschätzung genießen “, erklärt Eric Kerkow, der in der LFV-Geschäftsstelle das Thema „Ehrenamt“ betreut.

Die Teilnehmer aus den sechs Kreisfußballverbänden und dem Landesfußballverband wurden durch den Ehrenamtsbeauftragen und Gastgeber Detlef Müller herzlich begrüßt. Der Dank des 1. Vizepräsidenten des LFV M.-V. ging vor allem an die Kreisehrenamtsbeauftragten, die zum Teil extra Kleinbusse gemietet hatten, um einige nicht mehr so mobile Ehemalige zum „Hanseatentreff“ in Rostock chauffieren zu können. Die Begrüßung des LFV-Präsidenten Joachim Masuch ließ den Blick über „gestern“ mit postalischen Spielberichten über „heute“ bis „morgen“ mit digitalen Spielerpässen streifen. „Im Vergleich zu 1990 mit 30.000 Mitgliedern haben wir aktuell fast 60.000 Mitglieder. Das ist eine große Entwicklung“, so Masuch, der dem Verband seit 1999 vorsteht.

Besondere Ehrungen wurden an diesem Nachmittag den Sportfreunden Erwin Werth und Artur Michalski zuteil. Erstgenannter aus dem Fußballverband Vorpommern-Greifswald bekam die NOFV-Verdienstnadel, letzterer eine DFB-Urkunde für verdienstvolle Leistungen.

Ein spannender Programmpunkt war die anschließende Talkrunde mit DDR Torwart-Legende Jürgen Croy. Der Mann mit dem Titel „bester Fußballspieler in 40 Jahren DDR“ referierte über seine größten sportlichen Momente. Dazu gehörte unter anderem das WM-Erlebnis 1974 in der Bundesrepublik Deutschland mit dem legendären 1:0-Erfolg der DDR-Kicker im innerdeutschen Duell in Hamburg und nicht zuletzt der Olympiasieg im Jahre 1976 in Kanada. Dotiert war dieser mit damals sehr wertvollen 15.000 Ostmark, die allerdings bis zum Karriereende eingefroren waren. Nachfragen gab es anschließend unter anderem zum Thema Doping. Bei Torhütern sei es grundsätzlich eher kein Thema gewesen, so Croy. Allerdings habe man sich nicht immer so sicher sein können, was man in der Sportschule in Kienbaum so alles bekommen hat, ohne es zu wissen.

In gemütlicher Kaffeerunde ging es letztlich drei Stunden mit reichlich Wiedersehensfreude auf allen Seiten vor allem um die schönen Facetten des Fußballs. Natürlich gespickt mit der ein oder andere Anekdote aus den großen Erfahrungsschätzen der „Veteranen“

Diese Veranstaltung ist gefördert durch die Ehrenamtsstiftung MV.

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