Schiedsrichter-Stützpunkte nehmen weiter Formen an


12.12.2019
Verband • Schiedsrichterausschuss • Spielbetrieb • Schiedsrichter

Die von lizenzierten Trainer geleitete Praxiseinheiten sind ein Teil der Schiedsrichter-Stützpunkte des LFV M.-V.

Der Begriff Stützpunkt ist dem geneigten Fußballfan durchaus geläufig. Verbunden wird er in der Regel mit dem im Jahr 2002 ins Leben gerufenen Stützpunktsystem des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) im Bereich der Talentförderung. In Mecklenburg-Vorpommern sind in diesem Zusammenhang derzeit 15 Standorte auf das ganze Land verteilt und verhelfen Mädchen und Jungen in den Altersklassen der E- bis C-Junioren zu einer erweiterten Förderung ihres fußballerischen Talents.

Mit Beginn der Saison 2019/2020 hat der Landesfußballverband Mecklenburg-Vorpommern (LFV) ein weiteres Stützpunkt-System initiiert. Der Ball spielt dabei zumindest in der Praxis eine eher untergeordnete Rolle, denn hierbei steht die Gilde der Unparteiischen im Mittelpunkt. In Rostock und in Plate wurden im Spätsommer die ersten beiden Schiedsrichter-Stützpunkte eröffnet. In Malchin wird in Kürze der nächste Standort hinzukommen. „Weitere solcher Stützpunkte sind in Planung. Ziel ist es, im Laufe des Jahres 2020 insgesamt sechs Anlaufpunkte für die Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter anbieten zu können“, erklärt Florian Markhoff. Der 30-jährige Regionalliga-Referee ist im LFV der Ansprechpartner für das Stützpunkt-System der Unparteiischen.

Doch welches Ziel verfolgen die Einheiten an den Stützpunkten, die in der Regel einmal pro Monat durchgeführt werden und deren Inhalte sowohl Praxis als auch Theorie – jeweils vermittelt durch fachkundige Trainer bzw. Referenten – umfassen? „Die Teilnahme soll den Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern Motivation und nicht zuletzt Praxistipps für das zusätzliche Selbst- bzw. Heimtraining liefern“, macht Markhoff deutlich. Denn in der Mannschaftssportart Fußball sind die Referees offiziell zwar für einen Verein gemeldet, trainieren aber im Alltag zum Großteil allein.

Das zusätzliche LFV-Angebot ist freiwillig. Für die Unparteiischen soll es nebst der Arbeit an der eigenen Fitness auch die Möglichkeit für einen Erfahrungsaustausch untereinander bieten. Bezüglich der Auffrischung bzw. Erneuerung von theoretischem Wissen wird der Blick nebst den klassischen Modulen zu Themen wir Handspiel, Abseits, Foulspiel oder aber Trainerverhalten auch über die Grenzen des eigenen Sports hinweg gerichtet. In Rostock gastierte unlängst ein Schiedsrichter-Kollege aus dem Basketball und berichtete über die dortigen Abläufe. Im Frühjahr wird ein Sportpsychologe als Referent bei Stützpunkt in der Hansestadt erwartet.

Die Stützpunkte sollen als Anlaufstellen für talentierte Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter dienen, die bereits auf Landesebene aktiv pfeifen. „Aber auch Nachwuchsreferees aus den Kreisen sollen – nach vorheriger Abstimmung – teilnehmen können“, so Markhoff. Vom Grundsatz her richtet sich das Angebot aber vor allem an erfahrene und verdiente Referees. Mit der Mischung aus dieser heterogenen Zusammenstellung sollen pro Einheit etwa 20 bis 30 Teilnehmer aus den jeweiligen Regionen der Stützpunkte zusammenkommen. „In Raum Rostock müssen wir angesichts der Vielzahl der potenziellen Teilnehmer etwas gezielter steuern“, schränkt Florian Markhoff ein.

Über allem steht aber letztlich der Erhalt der Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter inklusive deren Weiterbildung. Mit dem Stützpunktsystem hat der LFV hierfür einen weiteren Schritt in die richtige Richtung gemacht. Weitere Informationen zu den Standorten und Inhalten sowie einer Terminübersicht gibt es hier: https://www.lfvm-v.de/spielbetrieb/schiedsrichter/stuetzpunkte


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