Schiedsrichter bereiten sich auf die Rückserie vor


12.02.2020
Verband • Schiedsrichterausschuss • Spielbetrieb • Schiedsrichter

Die Teilnehmer des Winterlehrgangs der LFV-Schiedsrichter in Rostock.

Die letzten Wochen der alljährlichen Winterpause dienen auch den Spitzenschiedsrichtern des Landesfußballverbandes Mecklenburg-Vorpommerns (LFV) als Vorbereitung auf die Rückrunde. Aus diesem Grund lud Torsten Koop – Vorsitzender des LFV-Schiedsrichterausschusses – die Unparteiischen und Beobachter ab der Landesliga aufwärts Mitte Januar zum Halbzeitlehrgang nach Rostock ins Hotel Sportforum ein. Dort erwartete die Referees ein intensiver Lehrgang, der neben den theoretischen Kenntnissen auch die sportliche Leistungsfähigkeit der Referees weiterentwickeln sollte.

Nachdem sich die Teilnehmer kurz gestärkt hatten, eröffnete Torsten Koop den Lehrgang offiziell und stellte den Ablaufplan des folgenden Tages vor. Darüber hinaus bedankte er sich für die Einsatzbereitschaft der Schiedsrichter, richtete dennoch auch mahnende Worte an die Unparteiischen, dass vor allem die Entwicklung der letzten Wochen gezeigt hatte, wie wichtig es sei, dass die Gilde der Schiedsrichter zusammenhält und sich gemeinsam gegen jegliche Form von Gewalt und Rassismus stellen müsse.

Erfahrungsaustausch mit dem Saarland

Die weitaus erfreulichere Nachricht durfte Dr. Enrico Barsch (Lehrwart im LFV-Schiedsrichterausschuss) den Teilnehmern überbringen, indem er ihnen den Ehrengast Volkmar Fischer, Vorsitzender des Verbandsschiedsrichterausschusses des Saarlands, vorstellen durfte. Dieser hatte einen weiten Anfahrtsweg auf sich genommen, um die Schiedsrichter im rund 900 Kilometern entfernten Mecklenburg-Vorpommen zu unterstützen. Bereits seit mehreren Jahren herrscht ein intensiver Austausch zwischen den Leistungskadern des Saarlands und des LFV, bei dem unter anderem der Besuch und Spielleitungen in dem jeweiligen Landesverband anstehen. Daher gilt Volkmar Fischer der besondere Dank für die Teilnahme und den Erfahrungsaustausch, der bei den Teilnehmern sehr positiv ankam.

Als folgender Tagungspunkt stand eine Trainingseinheit der Schiedsrichter mit Drittliga-Referee Florian Lechner an. Auf dem Programm standen neben koordinativen Spielen auch Übungen der Stabilisation und Mobilisation, welche den Unparteiischen in der Vor- und Nachbereitung der Spiele dienen sollten. Währenddessen widmeten sich die Beobachter mit Torsten Koop und Andreas Neumann – Verantwortlicher für das Beobachtungswesen des LFV – bewertungsrelevanten Szenen des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) widmeten. Neumann führte hierzu an: "Die gemeinsame Auseinandersetzung mit Videoszenen, und wie diese in die Bewertung der Beobachtungsbögen einfließen, dient der einheitlichen Umsetzung im laufenden Spielbetrieb."

Lehrgang zwischen Theorie und Praxis

Nach der Trainingseinheit stand für die Referees und Beobachter nun der gemeinsame theoretische Teil des Lehrgangs an. Regionalliga-Schiedsrichter Florian Markhoff stellte das angelaufene „Pilotprojekt“ der Schiedsrichter-Stützpunkte in seiner Funktion als deren Koordinator vor und zeigte einen Ausblick über die zukünftigen Vorhaben auf. Danach griffen Dr. Enrico Barsch und Andreas Neumann die einführenden Worte Torsten Koops auf. Hierbei stand die Erarbeitung von Vorgehensweisen im Umgang mit rassistischen oder gewalttätigen Auseinandersetzungen auf und neben dem Platz im Vordergrund. Ziel war und ist es, eine einheitliche Abwicklung dieser Situationen zu konzipieren, um aktiv gegen jegliche Art von Rassismus und Gewalt vorzugehen.

Anschließend teilten sich die Teilnehmer in zwei Gruppen, um gemeinsam mit Christian Allwardt und Christoph Dallmann – beide ebenfalls in der Regionalliga agierende Schiedsrichter – den letzten Tagesordnungspunkt einzuläuten und verschiedene Schwerpunkte der Videoanalyse zu erarbeiten. Wie auch bei den Spielern steht für die Schiedsrichter die Videoanalyse immer mehr im Fokus, um Fehlerschwerpunkte direkt analysieren zu können. Während Christoph Dallmann mit den Unparteiischen Videos zum Trainerverhalten und zur umstrittenen Handspielregel auswertete, hatte Christian Allwardt, der seit der aktuellen Saison verantwortlicher Videocoach des Leistungskaders ist, einen besonderen Konformitätstest entworfen. Zwar ist der jener Test für die Unparteiischen mittlerweile ein stetiger Begleiter der Lehrgänge, jedoch hatte Christian Allwardt diesen mit Szenen der aktuellen Verbands- und Landesligasaison entworfen, sodass die Entscheidungen und Situationen aus dem „Alltag“ der Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter diskutiert werden konnten.

Dank an zwei langjährige Weggefährten

Während ein Schiedsrichter im Spiel wenig bis kaum im Fokus stehen sollte bzw. möchte, kamen zwei Teilnehmer um eben diesen nicht herum. Sehr emotional wurde es, als Karl-Heinz Reichert und Michael Lübke – langjährige Schiedsrichter bzw. Beobachter – unter Standing Ovations von Torsten Koop geehrt und in den wohlverdienten „sportlichen Ruhestand“ verabschiedet wurden.
Kameradschaftlich wurden in den Abendstunden Erfahrungen und Meinungen zwischen allen Teilnehmern ausgetauscht, ehe am nächsten Morgen nach dem Frühstück die Heimreise angetreten wurde. Schiedsrichterobmann Torsten Koop zeigte sich im Anschluss an die Halbzeittagung sehr zufrieden und hofft, dass die Rückrunde erfolgreich gestaltet werden kann.

Unter der Anleitung von Drittliga-Referee Florian Lechner absolvierten die Schiedsrichter eine Trainingseinheit in der Rostocker Laufhalle.


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