Rostocker Robben holen erneut das Triple


26.08.2019
Spielbetrieb • Beachsoccer • Männer

Dem Jubel vom Anfang - hier freut sich Tom Rönsch über die 1:0-Führung der Rostocker Robben - folgte im Endspiel gegen die Beach Royals Düsseldorf im Schlussdrittel zunächst die Ernüchterung. Doch der Titelverteidiger kämpfte sich nach einem 3:5-Rückstand zurück und krönte sich im Penaltyschießen erneut zum Deutschen Meister.

Das war knapp! Mit einem Treffer 23 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit bewahrte Sven Körner seine Rostocker Robben vor einer drohenden Finalniederlage bei der Deutschen Beachsoccer-Meisterschaft in Warnemünde. Vor über 1.000 Zuschauern in der eigens hergerichteten Arena mit Blick auf Ostsee, Leuchtturm und dem „Teepott“ hatten die Beach Royals Düsseldorf zwischenzeitlich sogar schon mit 5:3 in Front gelegen, ehe Körners Tor den Lokalmatadoren zunächst die Verlängerung sicherte. Die folgenden drei Minuten blieben dann allerdings torlos, und so fiel die Entscheidung im Penaltyschießen. Vom ominösen Punkte hatte der Titelverteidiger – wie schon beim erstmaligen Gewinn der Meisterschaft im Jahre 2015 gegen Ibbenbüren – das bessere Ende für sich. Keeper Robin Schröder avancierte im Nervenspiel mit zwei sehenswerten Paraden zum Matchwinner, Oldie Christoph Thürk machte mit seinem Schuss ins linke untere Toreck den insgesamt vierten Titelgewinn beim Beachsoccer-Event des Deutschen Fußball-Bundes schließlich perfekt.

Zugleich gelang den Rostocker Robben abermals das Triple. Wie schon in den Jahren 2017 und 2018 haben die Hansestädter in diesem Sommern nebst der Deutschen Meisterschaft auch die ONELOVE-Beachsoccer-Tour des Landesfußballverbandes Mecklenburg-Vorpommern (LFV M.-V.) sowie die nachfolgende Meisterschaft des Nordostdeutschen Fußballverbandes gewonnen.

Die Robben feierten den erneuten Titelgewinn in der Warnemünder Beachsoccer-Arena ausgelassen. Der Favorit hatte sich dabei bereits am Vortag im Halbfinale gegen Real Münster schwergetan, zog mit einem 4:1-Erfolg aber dennoch souverän ins Endspiel ein. Dort wartete mit Düsseldorf eben der Gegner, der den Rostockern in der Deutschen Beachsoccer-Liga die bis dato einzige Saisonniederlage beigebracht hatte. Die Rheinländer hatten sich im zweiten Halbfinale gegen Hertha BSC Berlin im Penaltyschießen für das Finale qualifiziert.

Im letzten Spiel des Wochenendes hatten die Robben gegen anfangs biedere Royal-Kicker zunächst alles im Griff und lagen nach dem ersten Drittel mit 2:0 vorne. Ein individueller Patzer der Rostocker und ein zumindest zweifelhafter Strafstoß brachte die „Gäste“ aber in den zweiten zwölf Minuten wieder ins Spiel. Im abschließenden Drittel gingen die Düsseldorfer dann sogar in Führung. Aber die Robben sind eben die Robben. Sie konterten mit einem Mix aus spielerischem Potenzial und absolutem Willen sowohl das 2:3 und das 3:5 und hielten die Meisterschale schlussendlich wieder in den eigenen Händen. Damit sicherten sie sich auch erneut das Ticket für den Euro Winners Cup, der 2020 in Portugal ausgetragen wird. 

Einlagespiele sorgen für gelungene Abwechslung

Am Wochenende hatten auch vier weitere Teams ihren besonderen Moment im feinen Strandsand unweit der Ostseeküste. Am Sonnabend sorgten die Damen der BeachKick Ladies Berlin und der HSG Warnemünde mit sehenswerten Aktionen beim Einlagespiel für gute Stimmung auf den Rängen. Der amtierende Pokalsieger Mecklenburg-Vorpommerns hatte letztlich mit 3:7 das Nachsehen. Tags darauf kickten die Inklusionsmannschaften des F.C. Hansa Rostock und der hiesigen Peene-Werkstätten (Endstand: 4:3) gegeneinander. Auch hier waren sich alle einig: Diese Aktion ist eine Wiederholung wert. Das ist durchaus möglich, denn das Beachsoccer-Event des DFB wird bis mindestens 2021 in Rostock-Warnemünde stattfinden.

Zweiter Titelträger kommt aus Chemnitz

Auch das Final Four der DFB-Beachsoccer-Tour war in das zweitägige Treiben eingebettet. Hierfür können sich alle Amateurteams außerhalb der DFB-Beachsoccer-Liga über die jeweiligen Landesmeisterschaften und Regionalentscheide qualifizieren. Der Sieger war dennoch kein Unbekannter. Das Beach Soccer Team Chemnitz war in den Jahren 2013 und 2014 der erstmalige Titelträger bei der Deutschen Beachsoccer-Meisterschaft, die seinerzeit noch den Namen DFB-Beachsoccer-Cup trug. Mittlerweile kicken die Sachsen nicht mehr im Konzert der Großen mit. Ihre Fähigkeiten stellten die verbliebenen Akteure in neuer Zusammenstellung unter dem Namen BST Chemnitz & Friends nochmal eindrucksvoll unter Beweis und landeten einen verdienten Turniererfolg.  

Die Rostocker Robben mit der Meisterschale. Zuvor hatten sie in diesem Sommer bereits die offene Landesmeisterschaft in Mecklenburg-Vorpommern sowie die Nordostdeutsche Meisterschaft gewonnen.

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