Nach Rücktritt des DFB-Präsidenten: Bedauern und Respekt und den Blick nach vorn gerichtet


02.04.2019
Verband • Präsidium

Erst im Januar weilte der damalige DFB-Präsident Reinhard Grindel (l.) - hier neben MV-Sozialministerin Stefanie Drese (2.v.l.) und MV-Bildungsministerin Birgit Hesse (2.v.r.) - als geladener Gast von Joachim Masuch (r.) beim Neujahrsempfang des LFV M.-V. in Rostock.

Der Landesfußballverband Mecklenburg-Vorpommern (LFV M.-V.) hat mit unterschiedlichen Gefühlslagen auf die kürzlichen Ereignisse in der Zentrale des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und den Rücktritt des bisherigen Präsidenten Reinhard Grindel reagiert. Grindel stand seit dem 15. April 2016 an der DFB-Spitze und hat sein Amt mit dem heutigen Tag freiwillig niedergelegt.

"Ich persönlich bedauere den sofortigen Rückzug von Reinhard Grindel. Er hat sich sehr um den Amateurfußball in ganz Deutschland gekümmert und hat dieses Ansinnen auch in Mecklenburg-Vorpommern mit seiner wiederholten Präsenz unmittelbar praktiziert", erklärt Joachim Masuch, der seit 1999 Präsident des LFV M.-V. ist. Grindel war in jenem Zeitraum bis heute nach Egidius Braun, Gerhard Mayer-Vorfelder, Theo Zwanziger und Wolfgang Niersbach der fünfte Präsident in Reihen des DFB und war unter anderem bei den vergangenen drei Neujahrsempfängen des LFV M.-V. in Göhren-Lebbin (2017 & 2018) und zuletzt im Januar in Rostock zu Gast. Dort kam er immer wieder in Kontakt mit der Fußball-Basis und ließ es sich nicht nehmen, Vereinen und Einzelakteuren für ihr Engagement rund um den bzw. ihre Leistungen im Amateurfußball zu danken.

Der Rücktritt ist allerdings auch für Joachim Masuch eine unweigerliche Konsequenz aus den zurückliegenden Ereignissen rund um Themen wie Vergütung des Ehrenamtes und Compliance. "Die Entscheidung nehme ich mit sehr viel Respekt zur Kenntnis. Eine weitere Ausübung des Amtes war aber einfach nicht mehr möglich", ist der 69-Jährige überzeugt.

Fortan sollte sich der Blick beim DFB trotz der dringend notwendigen Aufarbeitung der Geschehnisse wieder nach vorne richten. "Nunmehr gilt es bis zum kommenden DFB-Bundestag eine Persönlichkeit zu finden, die die Führung im größten Sportfachverband der Welt mit dem Amateur- und Profifußball als gemeinsame Säulen des Fußballsports in Deutschland übernehmen kann", sagt Joachim Masuch. Die 97. Auflage des höchsten Gremiums des Deutschen Fußball-Bundes findet am 26./27. September in Frankfurt am Main statt.

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