Junior-Coaches blicken zurück und schauen in die Zukunft


22.11.2021
Verband • Junioren • Juniorinnen • Qualifizierung • Trainer •

Sie kamen einst wegen ihrer Erziehungsberechtigten, Nachbarn oder Freund:innen zum Fußball. Später dann absolvierten sie die von der WEMAG unterstützte DFB-Junior-Coach-Ausbildung – vielleicht weil aktive Trainer:innen im eigenen Verein sie darauf hingewiesen haben, Mitspieler:innen oder Bekannte bereits daran teilnahmen bzw. teilnehmen wollten oder aber sie über die Medienkanäle des Landesfußballverbandes (LFV) auf das Angebot aufmerksam geworden sind. So (oder zumindest so ähnlich) verlief auch der Weg von neun Jugendlichen aus vier Vereinen, die am vergangenen Wochenende am erstmalig durchgeführten Nachhaltigkeitstreffen des LFV für die Junior-Coach-Absolventen in Rostock teilgenommen haben.

Junge Trainer:innen als wichtiger Baustein im Amateurfußball

"Wir wollten bei dem kostenfreien Angebot des LFV die Perspektive der Trainer:innen einnehmen, lernen wie das Training aufgebaut wird, viele interessante Informationen mitnehmen und Kontakte knüpfen", erinnert sich Jonas Blanck vom Rostocker FC an seine damaligen Beweggründe. Beim dreitägigen Treff in Rostock mit Übernachtung im DOCK Inn in Warnemünde rückte nunmehr die Frage, was seit der Ausbildung passiert ist, in den Fokus. Die gesammelten Erfahrungen erreichten ein großes Spektrum: Vom Praktikum bei der Fußballferienschule, über die Betreuung eines Fußballstandes oder eines Trainingslagers bis hin zur ehrenamtlichen Tätigkeit als Co-Trainer:in oder sogar in der sportlichen Hauptverantwortung für eine Jugendmannschaft.

Dabei erhielten die Nachwuchstrainer:innen oftmals Unterstützung von Vereinsseite. Zum einen, in dem sie überhaupt die Chance bekamen, sich zu engagieren, nicht zuletzt aber das Feedback von erfahrenen Trainerkolleg:innen war auch in Bezug auf die persönlichen Weiterentwicklung von großem Wert.

Der erste Schritt ist dabei in der Regel der schwerste: Direkt gefragt hatte die Teenager niemand vom Verein, sondern die Teenager zeigten Eigeninitiative und boten sich an. Und auch wenn das Lachen sowie der Spaß der Kinder am Fußball die Jugendlichen stets motiviert, müssen sie sich doch innerhalb der Rahmenbedingungen wie mangelnder Kommunikation, fehlender Unterstützung, Vorbereitungsstress, Leistungsdruck, dem fehlenden Respekt und sehr heterogenen Trainingsgruppen zurechtfinden. Bei der Premiere des Nachhaltigkeitstreffens tauschten sie sich zu Beginn über eben solche Erfahrungen aus und erarbeiteten gemeinsam Lösungsvorschläge für die zum Teil sehr individuellen Probleme.

Arbeit am eigenen Coachingverhalten

Am Sonnabend ging es dann in der Halle mit einem praktischen Teil zu Belastungsgrößen und neuen Spielformen im Kinderfußball weiter. Unmittelbar involviert stellte Amanda Lukesch vom Penzliner SV fest, dass "die neuen Wettkampfformen im 2:2, 3:3 oder 5:5 auf den Minispielfeldern wesentlich altersgerechter und sehr intensiv sind. Man wird durch die vielen Aktionen am Ball richtig gefordert, hat zahlreiche Erfolgserlebnisse und wird durch die vielen Torabschlüsse motiviert." Bei der Leitung eines Erwärmungsteils, einer Trainingseinheit oder Planung einer Turnierform im Anschluss mussten die jungen Trainer:innen auch ihr eigenes praktisches Können in der Funktion als Coach beweisen. Dazu erhielten sie unmittelbar im Anschluss ein Feedback zu ihrem Auftreten, ihren Demonstrationen bzw. Erklärungen und variantenreichen Übungen. Immer wieder arbeiteten sie an ihrem Coaching-Verhalten und reflektierten ihr Handeln bzw. der Gruppe.

Der Sonntag diente schlussendlich dazu, über den Tellerrand hinaus zu schauen. Die Teilnehmer:innen beschäftigten sich mit den Strukturen des Fußballs im Deutschen Fußball-Bund (DFB), Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV), LFV sowie den Kreisverbänden und auch in den Vereinen.

Neben der Trainer:innentätigkeit kann sich die nachrückende Generation nämlich auch ein Engagement bei Großfeldteams, als Jugendkoordinator:in, als Bestandteil in unseren Landesleistungszentren, beim DFB oder gar im Ausland vorstellen. "Zuzutrauen ist es allen. Denn die Jugendlichen bewiesen viel Kommunikationsgeschick, großen Weiterentwicklungsdrang und ein gutes Reflektionsvermögen. Vor allem aber ihre Leidenschaft für die Sache", lobte Referentin Ulrike Balzer die jungen Menschen, in dem Wissen, dass es in MV noch viel mehr davon gibt: "All das sollte auch weitere Jugendliche animieren, sich ehrenamtlich zu engagieren. Denn alle waren sich einig: Wer gibt, der bekommt auch etwas zurück."


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