Junges Ehrenamt: Nächster Schritt der persönlichen Entwicklung in Zinnowitz


11.06.2021
Qualifizierung • Trainer • Trainerausbildung

Wie schon im Vorjahr war die Sportschule in Zinnowitz nach zahlreichen und über mehrere Monate andauernden Einschränkungen aufgrund der Pandemie Schauplatz für die Wiederaufnahme von Präsenzveranstaltungen im Bereich der Qualifizierung durch den Landesfußballverband Mecklenburg-Vorpommern (LFV). Die vorhandenen räumlichen Möglichkeiten auf der Insel Usedom erlaubten dabei eine fünftägige Doppelveranstaltung für insgesamt 41 junge Menschen aus 25 Fußballvereinen im Alter zwischen 14 und 19 Jahren.

30 vom Unterricht freigestellte Schüler:innen wurden dabei zum DFB-Junior-Coach ausgebildet. Das Programm wird in MV vom langjährigen LFV-Premiumpartner WEMAG unterstützt und geht mit der Basisausbildung für Trainer:innen einher. Elf weitere Jugendliche hatten diese Stufe bereits in zurückliegenden Zeit erklommen und konnten in Zinnowitz zeitgleich im Rahmen eines Sonderlehrgangs die C-Lizenz erwerben.

Hygienekonzept funktioniert

In Zeiten der Coronapandmie bedürfen derartige Veranstaltungen etwas mehr Vorbereitung und bewussteres Vorgehen im aktuellen Geschehen. Das vorab kommunizierte Hygienekonzept griff aber komplett: Alle teilnehmenden Personen wurden sowohl am Tag der Anreise als auch drei Tage später getestet, in den Räumen der Sportschule wurden die Abstands- und Hygieneregeln gewahrt und es wurden insgesamt drei Seminargruppen mit fester Zuordnung eingeteilt.

Die Beliebtheit der Formate für die jungen angehenden oder bereits im Verein tätigen Trainer:innen an sich sei dem LFV angesichts der hohen Anmeldungen für solche Lehrgänge aus den letzten Jahren bewusst gewesen. Nunmehr gehe es darum, dass die Teilnehmer:innen die in Theorie und Praxis übermittelten Inhalte auf dem weiteren eigenen Weg anzuwenden. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass das Engagement, welches die Mädchen und Jungs vor Ort an den Tag gelegt haben auch die Vereine im Land erreicht", sagte Dr. Heiko Lex, Vorsitzender im LFV-Ausschuss für Vereinsentwicklung, in diesem Zusammenhang. Elementar bleibt für ihn: "Die Jugendlichen sollen sich als Teil des Ganzen begreifen."

Die Jugend zeigt es allen anderen: Fußball ist keine Geschlechterfrage

Neben Lex war auch Ulrike Balzer als Ausschussvorsitzende für Frauen- und Mädchenfußball des LFV für eine Stippvisite und ein Gastreferat zugegen. Kein Wunder, waren doch fast 40 Prozent der Teilnehmenden in Zinnowitz weiblich. Die dadurch immer breiter werdende Basis an interessierten Mädchen und jungen Frauen soll letztlich mit dafür sorgen, dass der Frauen- und Mädchenfußball die bundes- und landesweit avisierten Entwicklungsschritte – u.a. mehr Angebote in den Vereinen, daraus folgend mehr Spielangebote durch die Verbände – auch erreicht werden können. Balzer hob zudem einen positiven Gesamtaspekt des Doppellehrgangs hervor: "Die Jugend hier in den Zinnowitz hat es den älteren Generationen mit viel intensivem Austausch und Spaß vorgemacht: Fußball ist keine Geschlechterfrage", lobte sie das Verhalten und den Umgang der Teilnehmer:innen mit- und untereinander.

Sommer, Sonne & Lizenz

Die beiden Lehrgänge selbst waren abwechslungsreich angelegt, hielten für die Teilnehmer:innen aber nichtsdestotrotz ein vollgepacktes Programm parat. Es gab bewusst koordinierte Wechsel zwischen Theorie- und Praxiseinheiten, die von den Referenten Wencke Bongartz, Sebastian Peters, Malte Simon, Ricardo Kroll und Lars Arnhold mit Inhalten gefüllt wurden. In der Freizeit konnte man es sich dann am nahegelegenen Strand gemütlich machen – das fortwährend sonnige Wetter tat sein Übriges zu einer gelungenen Veranstaltung dazu.

Das fand auch Jannes Quandt vom FSV Dummerstorf, der bereits seit einiger Zeit mit seinem Freund und ebenfalls in Zinnowitz teilnehmenden Marten Radant eine Jugendmannschaft betreut. Beide konnten sich schlussendlich nach Lehrprobe und Prüfung über das Bestehen der C-Lizenz freuen. "In den fünf Tagen konnte ich neue Inhalte sowie kompetente Referenten kennenlernen und neue Perspektiven erlangen. Zudem fand ich den generellen Austausch unter uns Jugendlichen an der Sportschule Zinnowitz total spannend. Ich empfehle allen Jugendlichen eine Teilnahme an diesem Format", bilanzierte Quandt.

Junge Menschen mit viel Potenzial

Lehrgangsleiter und LFV-Mitarbeiter Lars Arnhold verspürte in der unmittelbaren Folge des Lehrgangs nach eigenen Angaben "eine totale Zufriedenheit" und blickte etwas zurück: "Für mich war es spannend zu sehen, welche Prozesse selbst in den fünf Tagen bei den Jugendlichen möglich sind. Zum einen konnten sich die Jugendlichen von ihrer Übungslehrprobe zu ihrer Prüfung auf dem Platz erheblich steigern. Zum anderen haben mich einige Aussagen der Jugendlichen in den Lehrgängen total beeindruckt. Ich bin mir sicher, dass wir von diesen jungen Menschen noch viel hören werden."


Eindrücke aus Zinnowitz...


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