Heute nicht! Frauen der HSG Warnemünde trotzen dem Favoriten und holen den Pokal


21.05.2019
Spielbetrieb • Landespokal • Frauen

Strahlende Siegerinnen: Die HSG Warnemünde gewann in Waren das Endspiel im Polytan-Cup mit 4:3 nach Elfmeterschießen gegen den favorisierten 1. FC Neubrandenburg 04 und hatte entsprechend jede Menge Grund zur Freude.

Die Pokalsaison 2018/2019 erlebte im Müritzstadion in Waren ihre erste kleine Sensation: Im Finalspiel um den Polytan-Cup der Frauen am Sonntagnachmittag konnte sich die HSG Warnemünde zum neuen Landespokalsieger krönen. Vor rund 200 Zuschauern ging das Duell gegen den im Vorfeld favorisierten 1. FC Neubrandenburg 04 nach einem 1:1 am Ende der regulären 90 Minuten über die torlose Verlängerung ins Elfmeterschießen. Hier parierte HSG-Keeperin Lisa Dräger, die erst im Januar als Spielerin des Jahres 2018 ausgezeichnet worden war, zweimal. Ihre Teamkollegin Celine Hanto sorgte mit dem Treffer zum 5:4-Endstand n.E. für „das Wunder von Waren“.

Selbiger Spruch zierte die Siegershirts der Warnemünderinnen, deren Erfolg aufgrund der an den Tag gelegten Leidenschaft sicherlich glücklich, aber keineswegs unverdient war. So sah es auch Siegertrainer Jörg Burgstaler, der die Kräfteverhältnisse beider Teams untereinander einzuschätzen wusste: „Von zehn Spielen gegen uns gewinnt Neubrandenburg neun. Aber heute nicht!“

Erst vor einer Woche hatten die Damen des 1. FCN ein Jahr nach dem Regionalliga-Abstieg den Landesmeistertitel in der AOK-Verbandsliga perfekt gemacht – übrigens mit einem 4:0-Auswärtserfolg bei der HSG Warnemünde. Für das erneute Aufeinandertreffen hatten die HSG-Kickerinnen offensichtliche ihre Lehren gezogen. Und der Favorit aus der Viertorestadt zeigte sich durchaus beeindruckt. „Wir haben uns einfach nicht so in die Zweikämpfe geworfen, wie es die Warnemünderinnen gemacht haben“, konstatierte FCN-Spielführerin Rabea Weglowski nach dem Abpfiff.

Warnemünde ging unmittelbar vor der Halbzeit per Foulelfmeter in Führung (Torschützin: Lisa Barner), Anja Wagner erzielte für Neubrandenburg zehn Minuten vor dem Abpfiff mit einem direkten Freistoß den Ausgleich. In der Verlängerung – diese zog sich laut Spielordnung des Landesfußballverbandes Mecklenburg-Vorpommern (LFV M.-V.) über zwei Halbzeiten à 10 Minuten – gelang keinem Team die vorzeitige Entscheidung. Diese fiel von der Strafstoßmarke mit dem glücklicheren Ende für die HSG Warnemünde.

Bemerkenswert: HSG-Kapitänin Carolin Klatt hatte im Januar 2018 am Rande ihrer Auszeichnung zur Spielerin des Jahres interessante Worte gewählt. Seinerzeit zierten die Ostseestädterinnen das Tabellenende der Verbandsliga. „Wir sind der festen Überzeugung: Die Letzten werden irgendwann die Ersten sein“, sagte Klatt und erntete dafür viel Applaus. Und in Waren wurde das „Wunder“ schließlich wahr – zumindest im Polytan-Cup.

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