Herzenssache: "Danke ans Ehrenamt"


29.11.2019
Projekte • Ehrenamt

Ohne das Ehrenamt geht im Fußball nichts. Egal ob auf dem Platz ...

An jedem Wochenende finden in Deutschland 80.000 organisierte Fußballspiele statt. Mädchen und Jungs, Frauen und Männer. Von der Kreisliga bis zu den höchsten Landesverbands-Spielklassen. Alle verbindet die Leidenschaft für unseren Sport. Doch zu selten fragt man sich, wie dies Woche für Woche funktioniert? Dahinter steckt eine unglaubliche Anzahl an freiwillig und ehrenamtlich engagierten Menschen, deren Einsatz für unseren Fußball ganz einfach Herzenssache ist.

Denn: Wer kümmert sich um die Organisation der Spieltage? Wer bereitet die Sportanlage vor? Wer sorgt dafür, dass stets ein Schiedsrichter auf dem Platz steht? Und bei jeder Jugendmannschaft ein Trainer an der Seitenlinie? Wer steht am Grill und wer stellt das Endergebnis online? Es funktioniert alles wie selbstverständlich könnte man meinen - aber mitnichten! In den knapp 25.000 Fußballvereinen bekleiden etwa 400.000 Menschen eine ehrenamtliche Position, weitere 1,3 Millionen freiwillig engagierte Helfer kommen dazu. Ohne sie fände kein Spiel statt, kein Verein würde auch nur eine Saison überstehen.

Der Amateurfußball bildet das Fundament des Spitzenfußballs. Jeder Weltmeister von 2014 hat bei einem kleinen Verein angefangen. Und so ist es überall. Denn alle Spielerinnen und Spieler haben einmal klein angefangen. Auf Ihrem Heimatsportplatz das Kicken gelernt und die Liebe zum runden Leder entdeckt. Ehrenamtliche Trainer haben sie auf ihren ersten Schritten begleitet, ihr Talent gefördert und den Weg geebnet. Warum? Weil der Fußball für sie ganz einfach Herzenssache ist.

Sechs Ehrenamtler aus M.-V. ausgezeichnet

Im Jahr 2017 feierte die „Aktion Ehrenamt“ des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ihr 20-jähriges Jubiläum. Somit ist sie eine der ältesten durchgehend bestehenden Aktionen des Verbandes. Auch in diesem Jahr wurden in diesem Zusammenhang wieder sechs engagierte Persönlichkeiten aus Mecklenburg-Vorpommern mit dem Ehrenamtspreis des DFB ausgezeichnet. Dazu gehören unter anderem Sarah Horn (SSV Blau-Weiß Dobbertin), Rekarda Disteler (SV Grabowhöfe) und Hans-Jürgen Schulz (SV Reinshagen). Dieser Auszeichnung folgt im kommenden Frühjahr ein Dankeschön-Wochenende in Mecklenburg-Vorpommern mit den Preisträgern aus Berlin, Hamburg und Westfalen. Die drei weiteren Gewinner Kerstin Scharf (TSV 1862 Sagard), Martina Mögenburg (SV Gützkow) und Roland Henkelmann (Schweriner SC) wurden überdies in den Club 100 des DFB berufen.

Die Würdigung des Schaffens ist ein elementarer Bestandteil. Der Landesfußballverband Mecklenburg-Vorpommern (LFV) kürt dahingehend in Zusammenarbeit mit seinem langjährigen Premiumpartner seit 2013 Gewinner beim Polytan-Ehrenamtspreis in verschiedenen Kategorien. Auch der Robinson-Sonderpreis und der seit 2016 erstmals verliehene Goldene Ball des medienhaus:nord im Bereich Ehrenamt sind Bestandteile der Anerkennungskultur des LFV. Hierfür können – ebenso wie für die Verleihung der silbernen bzw. goldenene Ehrennadel des Verbandes – jederzeit Vorschläge eingereicht werden.

Die Bedeutung der Ehrenamtsförderung ist also längst erkannt. Nun gilt es auch in Zukunft, die passenden Maßnahmen zur Unterstützung der Bedürfnisse der Vereinsmitarbeiterinnen und Vereinsmitarbeiter zu finden. Vor allem junge engagierte Menschen gilt es zu fördern. Denn sie sind die Zukunft unserer Fußballvereine. Der DFB und seine Landesverbände haben zahlreiche Angebote, Maßnahmen, praktische Alltagshilfen und Möglichkeiten zur Anerkennung geschaffen. Informationen hierzu finden Sie unter www.dfb.de/dankeansehrenamt

Demografische und gesellschaftliche Veränderungen stellen auch den Fußball vor neue Aufgaben. Wo sich früher Ehrenamtliche dauerhaft an einen Verein gebunden fühlten, ist die Tätigkeit heute in der Regel zeitlich befristet. Regionale Bindungen spielen eine kleinere Rolle, die eigene Lebenssituation eine immer größere. Zudem beeinflussen nicht zuletzt auch politische Entwicklungen die Fußballvereine und somit deren Ehrenamtliche – die Integration von Flüchtlingen steht dabei nur als ein aktuelles Beispiel für die vielfältigen Herausforderungen und Chancen im Vereinsalltag eines Amateurvereins. Gerade die Schlüsselpositionen in den Vereinen - Vorsitzende, Abteilungsleiter, Schatzmeister, Jugendleiter - verlangen zeitgemäße und hohe Kompetenzen und Qualifikationen. Die wiederum gewinnbringend ins Berufsleben eingebracht werden können. Immer wieder neue Ehrenamtliche zu gewinnen, den Aufgaben entsprechend zu qualifizieren und anschließend langfristig an den Verein zu binden - darin besteht für Sportvereine zumeist eine (überlebens-) wichtige Herausforderung. Ebenso muss die respektvolle Verabschiedung im Anschluss an eine ehrenamtliche Tätigkeit, ganz gleich welcher Dauer und Intensität, stets beachtet werden. Der DFB hat für den beschrieben Zyklus eine Philosophie und wirksame Instrumente entwickelt, die unter dem Dach der „Mitarbeiterentwicklung im Fußballverein“ zusammengefasst sind.

Bereits zum 20. Mal würdigen der Deutsche Fußball-Bund und die Deutsche Fußball-Liga (DFL) gemeinsam ehrenamtliches Engagement und sagen herzlich „Danke“! An der Aktion beteiligen sich die Clubs aus der Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga und der Flyeralarm Frauen-Bundesliga. Die Maßnahmen finden rund um den „Internationalen Tag des Ehrenamtes“ am 5. Dezember statt. Alljährlich wird dieser Aktionstag zur Förderung des ehrenamtlichen Engagements in den Stadien veranstaltet.

Der Spitzenfußball bedankt sich bei den vielen Menschen, die sich ehrenamtlich und freiwillig in den Amateurfußballvereinen engagieren. Die für ihren Verein rackern, schuften und sich aus Liebe zum Fußball aus vollem Herzen einsetzen. Ohne sie blieben der Platz ungekreidet und die Trikots ungewaschen.

Euer Einsatz ist „Herzenssache“! Unser „Dankesagen“ auch. Danke ans Ehrenamt!

... oder bei der strukturellen bzw. organisatorischen Arbeit im Vereinsbüro.

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Kopernikusstraße 17a
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