Erstes Arbeitstreffen vom Ausschuss für Frauen- und Mädchenfußball


04.12.2018
Frauen- und Mädchenausschuss

Die neue Vorsitzende des Ausschusses für Frauen- und Mädchenfußball (AFM) Ulrike Balzer lud erstmals zur erweiterten Ausschusssitzung ein: zum Teilnehmerkreis gehörten alle alten und potenziell neuen AFM-Mitglieder des LFV M.-V. sowie die Kreisverantwortlichen für Mädchen-/Frauenfußball.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde begann ein offener Austausch über die Situation in den Kreisen und auf Landesebene. Zusammenfassend sind ein hohes Engagement und reger Kontakt zu den Vereinen als gute Basis für eine offene Zusammenarbeit zu verzeichnen. Ebenfalls wurde das Potenzial der Kreise für mehr Nachwuchsarbeit erkannt. Denn auch wenn der Spielbetrieb weitestgehend stabil ist, braucht die Verbandsliga der Frauen dringend 2 bis 3 Teams zur Saison 2019/2020 und der Spielbetrieb der Juniorinnen benötigt mehr Mädchen bzw. mehr Teams. Ebenfalls ist zu beobachten, dass sich insgesamt wenige Personen für den Mädchen- und Frauenbereich engagieren. Das bedeutet wiederum einen hohen zeitlichen Aufwand für die Agierenden, führt zudem aber auch zur Überbelastung und einer gewissen Frustration wegen mangelnder Unterstützung.

Deshalb muss 2019 verstärkt für die Akzeptanz des Mädchen- und Frauenfußballs geworben werden. Dafür wurde ein Medienkonzept verabschiedet, welches im ersten Step u.a. durch die dezidierte Erklärung der Spielbetriebsangebote (Juniorinnen und Frauen) auf der Verbands-Homepage bereits umgesetzt wird. Neben der verstärkten Präsenz wird eine ganzheitliche Konzeption entworfen werden, wie über Kitas, Schulen und Vereine letztlich mehr Spielerinnen auf das Fußballfeld gelangen. Und durch eine spezifische Trainerfortbildung und eine neue Auflage des Junior-Coaches „Only-Girl“ sollen mehr Ehrenamtler für den Mädchen- und Frauenbereich gewonnen werden. Diese nominelle Steigerung ist bereits innerhalb des AFM gelungen. Die ehemaligen vier AFM-Mitglieder sollen perspektivisch durch drei weitere Mitglieder besonders bei der Öffentlichkeitsarbeit, der Talentförderung und Vereinsentwicklung unterstützt werden.

Besonders erfolgreich konnte im Jahr 2018 auf die zehn "Tage des Mädchenfußbälle" zurückgeblickt werden. In den Vereinen konnten innerhalb von drei Monaten nach den jeweiligen Veranstaltungen 41 neue Mädchen verzeichnet werden, die aktiv am Spielbetrieb des jeweiligen Vereins teilnehmen. Der Greifswalder FC, Rostocker FC, FC Anker Wismar und 1. FSV Grevesmühlen können sich bereits jetzt schon über einen Bonus von 200 bzw. 300 Euro freuen. Diese „Kopfprämie“ wird vom DFB ab drei bzw. fünf neuen Passanträgen (Erstausstellungen) ausgeschüttet und im Dezember über den LFV M.-V. verteilt.

Innerhalb der drei Gruppenarbeiten des Treffens konnten weitere Maßnahmen erarbeitet werden, wie die Talentförderung bei den Juniorinnen weiter ausgebaut werden kann. Die Idee der Kreisauswahl z.B. wird in den nächsten Monaten weitergedacht und vor allem durch den Landesauswahltrainer Tilo Berner unterstützt werden. Des Weiteren wurden bei den Überlegungen anlehnend an die Kampagne #NichtOhneMeineMädels Ideen für Imagefilme entworfen. Zudem wurde erarbeitet, wie die Anmeldung, Durchführung und Abrechnung der "Tage des Mädchenfußballs" vereinfacht werden könnten, um noch mehr Vereine von der Durchführung zu überzeugen. Denn nächstes Jahr findet im Sommer die Frauen-WM statt, ein toller Aufhänger, um die Mädchen auf die Plätze einzuladen und für den Fußball zu begeistern. Genauso begeistert ist U. Balzer: „Die Ergebnisse der ersten gemeinsamen Sitzung können sich sehen lassen. Wir haben viele Schwachstellen bzw. Probleme erkannt und neue Ideen gesammelt, die es nun in den kommenden Monaten umzusetzen gilt.“


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