eFootball-Gewinner Lukas Qualmann: "Stetig entwickeln und besser werden"


30.04.2020
Projekte • eFootball

Lukas Qualmann freut sich über den Sieg bei der eFootball-Challenge des LFV. Der 18-Jährige ist begeisterter Anhänger der FIFA-Serie und hat im Online-Wettstreit auf der Spielkonsole noch so einiges vor. [Foto: privat]

Am Dienstagabend veranstaltete der Landesfußballverband Mecklenburg-Vorpommern (LFV) sein erstes virtuelles Turnier auf der Spielkonsole. Die eFootball-Challenge Mecklenburg-Vorpommern wurde unter Nutzung der bundesweiten Plattform dfb-efootball.de für interessierte Akteure aus dem Verbandsgebiet realisiert. 61 Teilnehmer zählte die Premiere schließlich. Als Gewinner ging der 18-jährige Lukas Qualmann hervor, der in Sachen eFootball – trotz relativ kurzem Engament – schon einige weitere Erfolge vorzuweisen hat. Der LFV sprach im Anschluss an den ereignisreichen PlayStation-Abend mit dem Challenge-Sieger.

lfvm-v.de: Lukas, Herzlichen Glückwunsch zum Turniersieg. Wie hast du die Premiere der eFootball-Challenge des Landesfußballverbandes Mecklenburg-Vorpommern erlebt?

Lukas Qualmann: Erst einmal Danke für die Glückwünsche. Ich fand die Organisation und den Turnierablauf sehr gut. Es gab meinerseits keine technischen Probleme oder Schwierigkeiten. Es waren auch sehr spannende Spiele dabei, vor allem das Finale (zwei Siege waren zur Turniersieg erforderlich/d. Red.). Es gab auch Spiele, die ich deutlich kontrollieren konnte. Es hat im Großen und Ganzen sehr viel Spaß gemacht.

Hast du vorher schon Erfahrungen mit der neuen Plattform dfb-efootball.de gemacht?

Ja, ich hatte schon etwas mit der Seite zu tun und mich damit vertraut gemacht. Ich hatte bei einem der Qualifier-Turniere der Heimspiel-Series des DFB (#WePlayAtHome/d.Red.) mitgemacht und bin dort auch bis ins Finale gekommen.

Welche Rolle spielt eSports, speziell eFootball, in deinem Leben? Wie viel Zeit investierst du pro Woche?

Ich investiere ca. zwei bis drei Stunden pro Tag, indem ich mit Kollegen trainiere oder einfach ein paar FIFA-Matches bestreite. Nebenher spiele ich Turniere, sofern Zeit dafür ist. Am Wochenende spiele ich auch noch bei der Weekend-League mit.

Wie bist du zum eFootball gekommen? Bist du auch in anderen Spielen der eSports-Szene unterwegs?

Ich war schon immer FIFA-begeistert. Mein erstes Spiel war FIFA 09, ich habe dann immer aus Spaß mit Freuden gespielt. Zum eFootball ich bin erst zur aktuellen FIFA20-Ausgabe gekommen. Ich habe zum Ende von FIFA 19 die ganzen großen Online-Turniere von EA Sports angeschaut, z.B. die Global Series, die im Internet oder auch im Fernsehen übertragen wurden. Da habe ich mich dazu entschlossen, in der Szene etwas aktiver zu werden. Auf anderen Kanälen wie Twitter und YouTube wurde ich auch auf Turniere z.B. von Klubs aufmerksam. Da war dann der Ansporn da, dort auch mitzumachen.
In anderen Spielen bin ich nicht vertreten, die sind für mich nicht so relevant. Ich achte nur auf FIFA. Ich spiele zwar auch Call of Duty, aber das ist mehr zur Abwechslung.

Hast du schon andere digitale Erfolge als den Gewinn der eFootball-Challenge des LFV erringen können?

Ja. In FIFA 20 bin ich in der Virtuellen Bundesliga (VBL/d. Red.) unter die Top-16 in den Playoffs gekommen. Im Dezember habe ich den ‚Knappen-Cup‘ von Schalke 04 gewonnen, war unter den Top-16 beim Turnier von Borussia Dortmund Anfang des Jahres sowie unter dem Top-8 beim Finalturnier von RB Leipzig. Und zudem habe ich mich auch für das Finale von Werder Bremen qualifiziert, das eigentlich im Juni stattfinden soll. Das kommt aber sicher auf die Entwicklungen rund um das Coronavirus an.

Welche Zukunftspläne hast du noch im Bereich eFootball?

Ich will mich stetig entwickeln und besser werden. Es ist nicht so, dass ich unbedingt einen Verein finden muss. Wenn aber jemand kommen würde, wäre das natürlich schön und ich würde die Herausforderung auch annehmen. Ich möchte in Sachen eSport noch weiterkommen.

Du besitzt einen gültigen Spielerpass bei der SG Theodor Körner Lützow. Spielst du auch aktiv Fußball?

Ich spiele dort in der ersten Männermannschaft (Kreisliga Schwerin-Nordwestmecklenburg/d.Red.). Im Mai soll es für diese Liga auch einen eSport-Bereich geben, in dem von jedem Verein Spieler gestellt werden, um die Klubs gegeneinander antreten zu lassen. So hat es mir mein Trainer gesagt. Ich werde die SG Theodor Körner Lützow dort dann vertreten.

Lassen sich die beiden Sachen – aktiver Fußball und eFootball – aus deiner Sicht irgendwie miteinander verbinden oder sind es zwei komplett unterschiedliche Dinge?

Zeitlich lässt es sich machen. Ich habe zwar zwei Mal die Woche Training und am Wochenende noch ein Spiel, aber ich suche mir dann Turniere, die an anderen Tagen stattfinden. Die Weekend-League passe ich auch so an. Da gibt es keine Probleme.
Ansonsten gibt es zwar Unterschiede, aber dadurch, dass ich auch aktiv spiele, ist die Sicht auf das Spielfeld und das Spielverständnis in FIFA auch ganz anders. Man kann sich die Spielzüge viel besser vorstellen und durchführen, auch wenn es die virtuelle Welt ist.

Nebst dem Fußball in jeglicher Form: Was bestimmt ansonsten dein Leben?

Ich mache derzeit eine Ausbildung zum Elektriker für Energie- und Gebäudetechnik. Ich arbeite zwar von morgens bis abends, aber hinsichtlich des Vereinssports und dem eSport ergeben sich da keine Schwierigkeiten.



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