Abstiegsfrage im Herren-Spielbetrieb wird verzögert beantwortet


05.06.2019
Spielbetrieb • Verbandsliga • Landesliga • Landesklasse

Tore werden nach Beendigung aller Partien im Landesspielbetrieb der Herren nicht mehr erzielt. Dennoch kann es noch zu Veränderungen im Tabellenbild bzw. zusätzlichen Absteigern in den jeweiligen Spielklassen kommen.

Die Saison 2018/2019 hat im Bereich der Herren mit dem 30. Spieltag der Verbandsliga sowie der Landesligen und Landesklassen am vergangenen Wochenende ihr offizielles Ende gefunden. Während die Fragen nach Meisterschaft und Aufstieg in die nächsthöhere Spielklasse dabei in allen Staffeln geklärt sind, gibt es aufgrund der aktuellen Entwicklungen noch einige Fragezeichen in Sachen Abstieg. Dies liegt zum einen an laufenden Sportgerichtsverfahren bzw. eingelegten Berufungen im Bereich der Rechtssprechung des Landesfußballverbandes Mecklenburg-Vorpommern (LFV M.-V.) und zum anderen am sportlichen Abschneiden der Teams aus Mecklenburg-Vorpommern in der Oberliga des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV).

Anker Wismar das Zünglein an der Waage

Nebst dem bereits seit geraumer Zeit als Absteiger feststehenden Malchower SV belegt der FC Anker Wismar hier vor dem letzten Spieltag und unter Beachtung des fristgerechten Verzichts des SV Altlüdersdorf vom 31. Mai 2019 in der Staffel Nord den 14. Rang. Mit diesem Tabellenplatz ist seit Wochenbeginn - angesichts des Rückzugs von Budissa Bautzen vom 4. Juni 2019 - eine Abstiegsrelegation verbunden. Hier treffen die beiden Drittletzten der NOFV-Oberliga Nord und Süd in Hin- und Rückspiel (12. & 16. Juni) aufeinander. Der Verlierer gilt als Absteiger in den jeweiligen Landesverband.

Der FC Anker Wismar kann mit einem Sieg am letzten Spieltag im Heimspiel gegen den unmittelbaren Kontrahenten FC Strausberg noch den direkten Klassenverbleib erreichen.

Sollten die Hansestädter aus der Oberliga absteigen, würde entsprechend der vor der Spielzeit veröffentlichten Abstiegsregelungen des LFV M.-V. auch der Tabellen-14. der Verbandsliga absteigen müssen. In der Konsequenz würden dann auch der schlechteste 14. der beiden Landesligen (PSV Rostock) sowie der schlechteste 13. der vier Landesklassen (TuS Neukalen) in die jeweils nächsttiefere Spielklasse absteigen.

Zu beachten ist, dass es bei möglichen Aufstiegsverzichten von Mannschaften aus dem Kreisspielbetrieb noch zu einer Verringerung der Zahl der Absteiger in der Landesklassen kommen kann.

Ergebnisse laufender Sportgerichtsverfahren können Tabellenstand beeinflussen

Die Rangfolge im Tabellenkeller der Herren-Verbandsliga unmittelbar vor dem Letztplatzierten SV HANSE Neubrandenburg kann sich derweil mit Blick auf laufende Sportgerichtsverfahren bzw. Berufungen noch ändern. "Hierzu gilt es die aktuellen Tabellenstände im DFBnet bzw. auf FUSSBALL.DE zu beachten", erklärt Peter Dluzewski. Der stellvertretende Vorsitzende im Spielausschuss des LFV M.-V. steht in den genannten Sachverhalten auch als Ansprechpartner zur Verfügung. Ergänzend fügt er hinzu: "Betroffene Vereine werden individuell informiert."

Das galt in einem abgeschlossenen Fall bereits für den Tribseeser SV, dem aufgrund der entsprechenden Sanktionsstufe hinsichtlich des nicht erfüllten Schiedsrichter-Solls der Vereine nunmehr drei Punkte abgezogen wurden. Dadurch rutschte Tribsees in der Landesklasse I auf den 14. Platz ab und gehört damit zu den Regelabsteigern in die Kreisoberliga.

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