22.09.2017

DFB Ü40-Cup: Platz sieben für MV-Vertreter


Der SV Bad Kleinen verlor beim DFB-Ü40-Cup in Berlin nur ein Spiel. Es reichte dennoch nur für Rang sieben.

Bei der elften Auflage des DFB-Ü40-Cups am Mitte September im Olympiapark Berlin landete der SV Bad Kleinen als Vertreter des Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern (LFV M.-V.) auf einem sehr guten siebten Platz.

Wie in den Vorjahren nahmen auch am diesjährigen Turnier mehrere ehemalige Spieler mit Bundesligaerfahrung teil. Offensivmann Marco Gebhardt (ehemals u.a. bei Eintracht Frankfurt) wusste mit tollen Dribblings bei Blau-Weiss 90 Berlin zu überzeugen, Frank Hartmann, der früher für Hannover 96 und Bayern München auflief, schlenzte einen Freistoß für die Hannoveraner Ü40-Mannschaft unter die Latte. Auch Ex-Union Berlin-Profi Ronny Nikol zeigte als Blau-Weiss-Kapitän die altbekannten starken Leistungen, Holger Wehlage wusste als Edeltechniker zu überzeugen. Die Liste ließe sich beliebig fortführen.

Und mittendrin der SV Bad Kleinen, der sich als Vizemeister des Nordostdeutschen Fußballverbandes für das Turnier in Berlin qualifiziert hatte. In zwei Gruppen mit jeweils fünf Mannschaften ging es in der Gruppenphase zunächst um den Einzug in die K.O.-Phase, für den mindestens der zweite Platz erreicht werden musste. Hier traf der SVBK auf die SG Alsdorf/Kirchen als Rheinlandmeister, den Lüner SV aus dem Westdeutschen Fußballverband, auf Hannover 96, zweifacher Deutscher Meister 2011 und 2015 und die SG 01 Hoechst Classique, den Süddeutschen Vizemeister.

Im ersten Gruppenspiel war die SG Alsdorf ein enorm spielstarker Gegner, von der ersten Minute war zu spüren, dass die Trauben bei diesem Turnier hoch hängen würden. Trotzdem ging Bad Kleinen durch ein Abstaubertor von Philipp Aldinger in Führung, die hielt leider nur bis zur vorletzten Spielminute, das 1:1 entsprach aber dem Spielverlauf. Das zweite Spiel gegen den Lüner SV sah dann eine leicht überlegene Bad Kleiner Mannschaft, die allerdings unglücklich 0:1 ins Hintertreffen geriet. Wiederum Philipp Aldinger war es vorbehalten, durch ein wunderbares Tor aus der Drehung den mehr als verdienten Ausgleich zu erzielen.

Im letzten Gruppenspiel des ersten Turniertages ging es dann gegen die favorisierten Hannoveraner schon um alles, denn nur mit einem Sieg konnten die Chancen aufs Halbfinale gewahrt werden. Im besten Spiel des SVBK, unterstützt durch einige Akteure des FC Anker Wismar, ging der MV-Vertreter durch ein Traumtor von Ove Schulz mit 1:0 in Führung. Nach einigen unrühmlichen Fehlentscheidungen der Schiedsrichter, die leider das Niveau der Veranstaltung nicht halten konnten, kam Hannover durch einen Freistoß zum Ausgleich. Während Torwart Perry Rodewald noch seine Mauer richtete, schob der Spieler von Hannover den Ball in die andere Ecke, zum Entsetzen des gesamten Stadions zählte der Treffer. Der SVB blieb danach am Drücker, nach einem Konter über die rechte Seite wollte Stefan Taube den in der Mitte mitgelaufenen Marcel Prehn bedienen, der wurde von seinem Gegenspieler klar umgerissen, der Pfiff blieb allerdings aus und statt Elfmeter und Roter Karte gelang Hannover im Gegenzug durch einen Freistoß das 1:2, ein Konter in der Schlußminute besiegelte die 1:3-Niederlage.

Nachdem sich die Gemüter wieder beruhigt hatten, überwog der Stolz auf das Erreichte und so wurde auf dem anschließenden Gala Abend ausgiebig gefeiert. Am Sonntag war dann noch das letzte Gruppenspiel zu absolvieren, hier ging es für den Gegner, die SG Hoechst Classique um den Gruppensieg. Die passsicheren und agilen vierfachen Deutschen Vizemeister gingen folgerichtig mit 1:0 in Führung, fast mit dem Schlusspfiff wurde dank des Treffern von Stephan Taube das dritte 1:1-Remis erzielt. Es blieb übrigens das einzige Gegentor aus dem Spiel heraus für die Süddeutschen.

Die anschließenden Halbfinalduelle waren von defensiver Taktik geprägt. Die Mannschaften bemühten sich, Fehler zu vermeiden, einige Großchancen blieben zudem ungenutzt. Blau-Weiss 90 Berlin war in dem offenen Spiel gegen Hannover mit zwei Schüssen an den Querbalken vom Aluminiumpech verfolgt, es blieb beim torlosen Remis nach regulärer Spielzeit. Auch in der zweiten Halbfinalbegegnung zwischen dem FC Bayern und Hoechst Classique konnte in 30 Minuten kein Sieger ermittelt werden. Somit kam es in beiden Spielen zum Elfmeterschießen, in denen Hannover und Hoechst als glückliche Gewinner hervorgingen.

Das Endspiel zwischen Hannover 96 und der SG Hoechst im Amateurstadion entpuppte sich als Torhüterduell. Beide Keeper hielten ihre Teams mit erstklassigen Reflexen mehrfach im Spiel. So kam es erneut zum Elfmeterschießen, hier gewann die SG Hoechst und sicherte sich damit erstmals die Deutsche Meisterschaft.

Für den SVBK blieb derweil die Erkenntnis, auch auf diesem Niveau mitspielen zu können. Das vom DFB hervorragend organisierte Event inklusive Unterbringung, Verpflegung und Galaabend war ein bleibendes Erlebnis für alle Beteiligten.



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