22.01.2015

Schiedsrichter machen sich fit für die Rückrunde


915 einsatzfähige Schiedsrichter zählt der Landesfußballverband Mecklenburg-Vorpommern zurzeit, 30 von ihnen reisten mit ins Trainingslager in die Türkei.

Die Halbzeittagung der höherklassig eingestuften Fußballschiedsrichter im Landesfußballverband Mecklenburg-Vorpommerns (LFV M.-V. fand in der Winterpause erstmalig im Ausland statt. Das Trainingslager im türkischen Belek entpuppte sich dabei als optimaler Mix aus sportlichen Aktivitäten, Theorieschulungen und intensivem Erfahrungsaustausch. Letztlich kam aber auch der Spaß bei den Referees nie zu kurz.

Normalerweise findet die winterliche Zusammenkunft der am höchsten eingestuften Fußballschiedsrichter des Landes in den heimischen Gefilden statt. Doch den widrigen Temperaturen entfloh man in diesem Jahr, indem der Schiedsrichterausschuss des LFV M.-V. zum ersten Mal ein Trainingslager über die bundesweiten Grenzen hinweg organisierte. 30 verdiente Referees mit der Einstufung von der Landes- bishin zur Oberliga, darunter auch zwei Damen, packten ihre Koffer und verbrachten vier unvergessliche Tage im türkischen Belek.

Gemeinsam mit der Bundesligamannschaft von Hannover 96 in einem Hotel untergebracht, fanden die Referees hervorragende Bedingungen vor, um sich optimal auf die Rückrunde vorzubereiten. Nach der Begrüßung gab der Ausschussvorsitzende Torsten Koop zunächst allgemeine Informationen zum Schiedsrichterwesen im Land bekannt. Anschließend wurde die exklusiv ausgestattete Hotelanlage inspiziert. Abends stand zunächste nur eine leichte Laufeinheit auf dem Programm.

Eine bunte Mischung aus theoretischen Übungen und sportlichen Aktivitäten erwartete die Referees dann an den darauffolgenden Tagen. So hatte Lehrwart Enrico Barsch unter anderem einen Konformitätstest vorbereitet. Anhand von 30 Spielszenen mussten die Lehrgangsteilnehmer auf einem Blatt Papier die richtige(n) Entscheidung(en) notieren: weiterspielen bzw. welche Spielfortsetzung (direkter/indirekter Freistoß) und gegebenenfalls persönliche Strafe (gelbe/rote Karte)? Danach wurde wieder die Muskulatur trainiert: Der HIT-Test umfasste verschiedene Dehn-, Kraft- und Sprintübungen.

Ein Highlight war am nächsten Tag definitiv die Beobachtung des Testspiels von Hannover 96 gegen den Schweizer Erstligisten Young Boys Bern. Die Niedersachsen gewannen die Partie mit 1:0, der Fokus der LFV-Referees lag allerdings nicht ganz unerwartet vornehmlich auf dem aktiven Schiedsrichterteam, dem eine gute Leistung bescheinigt werden konnte.

Trotz intensiver Trainingseinheiten hatten die Lehrgangsteilnehmer aber immer genügend Zeit zur Regeneration und für eigene Freizeitaktivitäten. In den Abendstunden wurden in entspannter Atmosphäre Meinungen und Erfahrungen ausgetauscht. Da das Pilotprojekt bei allen Schiedsrichtern bestens ankam, ist diese Form der Vorbereitung eine willkommene Alternative für die Zukunft.



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