17.06.2015

Qualitätssteigerung bei den Schiedsrichtern oberste Maxime


Neben der Praxis wurden auch theoretische Schwerpunkte beim Schiedsrichterlehrgang besprochen.

Güstrow • Volle Konzentration auf die neue Spielzeit: Zum turnusmäßigen Sommerlehrgang trafen sich am vergangenen Wochenende (13./14. Juni 2015) die besten Schiedsrichter des Landes in der Sportschule Güstrow. Auf der Agenda standen neben den obligatorischen Einstufungstests auch Auszeichnungen verdienter Sportfreunde, ein Referat zum Thema „Diskriminierung und Rassismus“ sowie eine Futsal-Schulung.

„Höchster Respekt von meiner Seite, dass Sie bei diesen hohen Temperaturen derart tolle Laufleistungen gezeigt haben“, lobte der geladene Gast und Präsident des Landesfußballverbandes (LFV) Mecklenburg-Vorpommern, Joachim Masuch, die Unparteiischen in der großen Aula. Mit Absolvierung des Regel- und Athletiktests konnten anschließend die Einstufungen für die neue Saison 2015/2016 vorgenommen werden. „In der sind wir im Schiedsrichterwesen von der Kreisliga bis auf FIFA-Ebene mit Bastian Dankert als Aushängeschild gut aufgestellt“, zeigte sich Obmann Torsten Koop – selbst jahrelang als Referee in der 1. Bundesliga aktiv – sehr zufrieden. Erfreulich ist vor allem, dass mit Julia Beumer aktuell wieder eine Schiedsrichterin auf sich aufmerksam macht. „Sie wird in der kommenden Spielzeit sowohl in der Regionalliga der Frauen, als auch in der Landesliga der Herren eingesetzt“, gratulierte der Vorsitzende des Verbandsschiedsrichterausschusses der Rostockerin.

Auszeichnungen

Grund zur Freude gab es auch für andere Sportkameraden, denen diverse Ehrungen zuteil wurden. So erhielt Uwe Hyllus, im Schiedsrichterwesen seit Kurzem (wieder) fürs Beobachtungswesen zuständig, die DFB-Verdienstnadel für seine langjährige Tätigkeit als Referee, Ansetzer und Beobachter. „Seine Arbeit erledigte er immer mit der nötigen Sorgfalt, wobei er immer ehrlich und geradeaus das aussprach, was er gerade dachte“, hieß es in der Laudatio, „typisch Mecklenburger eben.“ Die Ehrennadel des LFV in Gold bekam der Hagenower Hartmut Hennig (Landesklasse) überreicht, der Anfang des Jahres seinen 60. Geburtstag feierte. Die LFV-Ehrennadel in Silber und weiteren Applaus erhielten Andy Hentschel (Landesklasse) und Sven Rusche (Landesliga), der seit über 30 Jahren als Schiedsrichter fungiert.

Schulungen

Neu im Ausschuss ist zudem Martin Kuhardt. Zu seinem Aufgabenbereich zählen die Talentförderung der Frauen und Mädchen, Beachsoccer und Futsal. „Der klassische Hallenfußball wird noch in diesem Jahr auf die modifizierten Futsal-Spielregeln umgestellt“, gab er in einer kurzen Präsentation des Regelwerkes bekannt. Geändert haben sich zudem die Aufwandsentschädigungen, die leicht erhöht wurden, mitunter auch weil das Reisegeld wegfällt. Gleichzeitig forderte der Schiedsrichterchef höchste Konzentration vom ersten Spiel an. „In der kommenden Saison wird jeder Schiedsrichter mit der Einstufung Verbandsliga drei Beobachtungen erhalten“, machte Torsten Koop deutlich. „In der Spielzeit darauf wird es somit auch das erste Mal zwei Absteiger unter den Unparteiischen aus der höchsten Spielklasse des Landes geben“, teilte er mit. „Wir wollen noch mehr Leistungsdruck aufbauen und dadurch die Qualität erhöhen.“ Das gilt auch für die hoffungsvollen Talente aus den zwei Förderkadern, die ab 1. Juli zu einem komprimierten zusammengelegt werden.

Angehalten sind die Unparteiischen in der neuen Saison auch darauf, vermehrt auf rassistische und diskriminierende Äußerungen auf und abseits des Platzes zu achten. In seinem Referat erörterte Thorsten Harms vom Landessportbund, dass nahezu alle bekannten rechtsextremen Parteien mit dem „Mittel Sport“ agieren würden. „Es gilt, die Zeichen zu erkennen, sie zu deuten und zu handeln - auch als Schiedsrichter.“ Die Sinne sind also geschärft für die neue Spielzeit!    

Text: Torsten Schünemann



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