04.11.2015

"Integration ist Prävention" - Aufruf durch Landesrat


Auf der Grundlage seines am 14. April 2015 einstimmig gefassten Beschlusses zur Intensivierung der kommunalen Präventionsarbeit mit Flüchtlingen und Asylbewerbern und angesichts der seitdem weiterhin deutlich zugenommenen Anzahl von Flüchtlingen erneuert der Vorstand des Landesrates für Kriminalitätsvorbeugung seinen Appell an alle Akteure der Präventionsarbeit auf Landes- und Kommunalebene zur Unterstützung der Integrationsarbeit.

Die in vielen Landkreisen, Städten und Gemeinden seit über 20 Jahren gesammelten reichhaltigen Erfahrungen in der gesamtgesellschaftlichen Koordinierung auf dem Gebiet der Kriminalitätsvorbeugung bieten eine gute Basis, vor Ort nunmehr auch die Arbeit all jener Akteure aus staatlichen und nichtstaatlichen Einrichtungen miteinander zu vernetzen, die sich haupt- oder ehrenamtlich der Bewältigung der aktuellen Flüchtlingsproblematik verschrieben haben.

Insbesondere durch die Bündelung der Kräfte bei der Unterbringung, Information und Betreuung der Flüchtlinge, bei der Unterstützung der Betreuungseinrichtungen, bei der späteren Integration der Bleibeberechtigten z.B. durch die Vermittlung von Sprache und Alltagskompetenzen, bei der Einbindung und Information der einheimischen Bevölkerung und bei der Formierung des gesellschaftlichen Wiederstandes gegen Extremismus und Fremdenfeindlichkeit leisten Präventionsräte zugleich einen wirksamen Beitrag zur langfristigen Gewaltprävention.

Die Sicherheit der vor Krieg und Verfolgung Geflüchteten vor fremdenfeindlichen Anfeindungen und Gewalt ist dabei ebenso wichtig wie das Sicherheitsempfinden der einheimischen Bevölkerung.

„Integration ist Prävention“

Der Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung bestärkt deshalb nochmals alle bestehenden Kommunalen Präventionsräte in ihren Bemühungen um eine erfolgreiche Integrationsarbeit. All jene Städte, Ämter und amtsfreien Gemeinden, in denen es bislang noch keine Kommunalen Präventionsräte gibt, werden aufgerufen, derartige Gremien zu gründen.

Diesen Prozess unterstützend, wird der Landespräventionsrat seine eigenen Aktivitäten zur Vernetzung der staatlichen und nichtstaatlichen Einrichtungen auf Landesebene auf den Bereich der Integration ausweiten, im Vorstand und in allen Facharbeitsgruppen regelmäßig die aktuelle Lage auswerten und entsprechende Konsequenzen für die Präventionsarbeit beraten sowie sein Förderprogramm auch für Projekte der Integrationsarbeit vor Ort öffnen.



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