31.03.2014

„Wir freuen uns immer wieder auf neue Gesichter“


Hans-Joachim Grahl ist seit 2005 Projektleiter der Talent-Ferienschule des Landesfußballverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Für die Zukunft plant er eine weitere Ausweitung der Camp-Angebote in den östlichen Teilen des Landes.

Zum 10. Geburtstag der Talent-Ferienschule des Landesfußballverbandes Mecklenburg-Vorpommern e.V. führte „Hier rollt der Ball“ ein kurzes Interview mit dem Leiter des Projekts, Hans-Joachim Grahl. Der 49-Jährige wirft nicht dabei nur einen Blick zurück, sondern erklärt den Grundgedanken des Projekts und erläutert mögliche Zukunftspläne.

Hier rollt der Ball: Herr Grahl, die Talentferienschule feiert im laufenden Jahr ihren 10. Geburtstag, der erste Lehrgang in den Winterferien hat bereits in Güstrow stattgefunden (siehe Bericht auf S. 26). Wagen wir zunächst einen kleinen Blick zurück zu den Anfängen. Seit wann liegt die Leitung des Projekts in ihren Händen?

Hans-Jochim Grahl: Ich bin jetzt seit 2005 mit dabei. Im ersten Jahr ist das Projekt noch über Thomas Klemm (Verbandssportlehrer des LFV M.-V. / d. Red.) gelaufen.

Wie lief die Entwicklung der Talent-Ferienschule in dieser Zeit?


Wir haben damals mit einem Standort im Herbst angefangen. Das war Stern Buchholz bei Schwerin. Nach und nach kamen dann immer neue Orte dazu: Zum Beispiel Baabe auf Rügen, Rostock Hohe Düne, die Sportschule in Güstrow oder Malchow. In diesem Jahr führen wir nun an acht Standorten insgesamt 24 Lehrgänge in den Winter-, Sommer und Herbstferien durch.

Ist in der Zukunft eine weitere Ausweitung geplant?


Wir würden gerne auf der Insel Usedom aktiver werden, das ist in den Sommermonaten aber auf Grund der vielen Buchungen schwierig. Wir suchen auch ständig neue Trainer und Ehrenamtlich, um gerade auch im östlichen Bereich wie z.B. Ueckermünde oder in der Region Neubrandenburg noch einmal tätig werden zu können. Das ist aber immer auch abhängig vom Personal.

Die örtlichen Gegebenheiten dafür wären aber gegeben?

Die Möglichkeiten sind auf jeden Fall da. Es ist aber natürlich auch so, dass dort viele Privatanbieter oder Vereine bereits etwas machen. Uns wäre es aber schon lieb, wenn wir in der nächsten Zeit in der Region am Haff aktiv werden können.

Das Jahr 2014 ist nun das Jubiläumsjahr der Talent-Ferienschule. Sind diesbezüglich Feierlichkeiten oder besondere Ereignisse geplant?


Ja, natürlich! Wir werden unter anderem zum Tag der Camps in dem Sommerferien, an dem sich alle Standorte in der Mitte der Woche in Güstrow treffen, größere Aktionen starten. Aber da lasst euch mal alle überraschen, da will ich noch nicht weiter vorgreifen (Grahl lächelt).

Wie ist der Anmeldestand für die restlichen Camps 2014?

Wir haben schon etliche Kurse,  die bereits ausgebucht sind. Aber es gibt an einigen Standorten auch noch freie Kapazitäten.

Wir war die Auslastungen der Camps in den Vorjahren?

Wir waren bis auf ganz wenige Ausnahmen immer komplett ausgebucht. Daher empfiehlt es sich für die Eltern auch immer, ihre Kinder rechtzeitig anzumelden.

Sieht man im Laufe der Jahre einige Kinder an einem oder auch mehreren Standorten immer mal wieder?

Man sieht immer mal wieder den einen oder anderen, den man  schon kennt. Wir haben sogar ein sagenhaftes Beispiel: Ein Junge aus Rostock war in den letzten Jahren dreizehn Mal bei der Talent-Ferienschule. Er hatte bei den ganz Kleinen angefangen und war dann jedes Mal wieder mit dabei. Aber wir freuen uns natürlich auch immer wieder auf neue Gesichter.

Sprechen diese Sachen letztlich für eine gelungene Konzeption des Projekts „Talent-Ferienschule“?

Ja, ich denke schon. Klar ist, die ganze Sache steht und fällt mit den Trainern vor Ort. Und da kann man nur sagen, alle Trainer die bei der Talent-Ferienschule involviert sind, sind mit sehr hohem Engagement dabei. Sie geben ihr Bestes und wirken auf die Kinder positiv ein und sind sozusagen der Vater für diese eine Woche.

Es gibt im Laufe dieser Camps auch immer wieder Aktionen neben dem Fußball. Ist es auch ein entscheidender Faktor, dass man das Miteinander auch außerhalb des Fußballplatzes fördert?


Wir schieben bei diesem Projekt die sozialen Aspekte in den Vordergrund, das Miteinander. Die Kleinen lernen von den Großen, die Großen helfen den Kleinen in jeder Lage. Das ist etwas, was wir auch erreichen wollen: Es soll nicht nur sportliche Aspekt vordergründig sein, sondern soziale und integrative Gedanken sollen eine entscheidende Rolle spielen. Denn wir möchten, dass möglichst viele Kinder - egal, wo sie herkommen - an der Talent-Ferienschule teilnehmen.



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