Landesfußballverband unterstützt Initiative für ganztägiges Lernen


22.03.2018
Verband • Schule & Fußball • Qualifizierung

LFV-Präsident Joachim Masuch (li.) unterzeichnete im Beisein anderer teilnehmender Verbände und Bildungsministerin Birgit Hesse in Schwerin den Beitritt zur "Kooperationsinitiative für ganztägiges Lernen in Mecklenburg-Vorpommern".

Kooperationen mit Vereinen, Verbänden, Institutionen und Einrichtungen sollen das Ganztagsangebot an den staatlichen Schulen bereichern und den Schulalltag für Schülerinnen und Schüler abwechslungsreicher machen. Das Land, Dachverbände und Netzwerke in den Bereichen Kinder- und Jugendbildung, Kultur und Sport sowie die Kirchen in Mecklenburg-Vorpommern haben sich auf eine Zusammenarbeit verständigt. Bildungsministerin Birgit Hesse und die Vertreterinnen und Vertreter der Verbände, Netzwerke und Kirchen haben eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Auch der Landesfußballverband Mecklenburg-Vorpommern (LFV M.-V.) gehört fortan zu den Unterstützern dieses Projektes.

„Schulen mit Ganztagsangeboten machen neue Lernformen möglich“, sagt Bildungsministerin Birgit Hesse. „Schülerinnen und Schüler verbringen den Schultag gemeinsam mit Gleichaltrigen und sitzen nachmittags nicht allein zu Hause. Dies ist gerade für Familien wichtig, die auf dem Land leben. Ich freue mich darüber, dass die Verbände, Netzwerke und Kirchen sich zur stärkeren Zusammenarbeit mit den Schulen bereiterklärt haben. Ich bedanke mich für das Engagement, gemeinsam dafür zu sorgen, dass sich die Zahl der Kooperationen an den Schulen noch weiter erhöht. Wenn Schulen nicht nur Lern-, sondern auch Lebensorte sein sollen, dann ist es eine logische Konsequenz, dass dort mehr stattfindet als Unterricht“, betont Hesse.

Schulen, die Ganztagsangebote mit Kooperationspartnern gestalten wollen, sollen künftig alle Angebote auf der Homepage der Serviceagentur „Ganztägig lernen“ finden. Dort wird eine Kontaktbörse entstehen, die alle Ganztagsangebote von Kooperationspartnern in Mecklenburg-Vorpommern aufführt. Kooperationspartner können dort ihre Aktivitäten eintragen und mit Schulen auf diesem Weg in Kontakt treten. Die Serviceagentur ist ein Angebot der RAA Mecklenburg-Vorpommern in Waren/Müritz und wird durch das Land finanziert. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen Schulen und Kooperationspartner, die ganztägige Bildungsangebote entwickeln, ausbauen und qualitativ verbessern wollen.

Joachim Masuch, Präsident der LFV M.-V., sagt: „Als größter Bildungsträger im Bereich des Sportes in Mecklenburg-Vorpommern ist es uns ein sehr großes Anliegen, dieser wegweisenden Interessengemeinschaft beizutreten. Aktuell kooperieren wir bereits mit diversen Bildungsträgern im Land und können dabei ein vielfältiges Qualifizierungsangebot für junge Menschen präsentieren. Das stetig wachsende und beliebte Projekt ‘Junior-Coach‘ ist dafür ein gutes Beispiel. In Einklang mit der seit Jahren fruchtbaren Zusammenarbeit mit der Landesregierung ist es daher nur folgerichtig, diese Möglichkeiten auch in der Breite bekannt und zugänglich zu machen. Diese Entwicklung voranzutreiben und entsprechende Synergien zu schaffen, ist ein wesentliches Merkmal der Kooperationsinitiative.“

Grundlage für das Engagement des LFV M.-V. im Konzept des ganztägigen Lernens war ein Besuch von Bildungsministerin Birgit Hesse in der Geschäftsstelle in Rostock im Mai 2017. Seinerzeit wurden in einem gemeinsamen Gespräch erste Rahmenbedingungen besprochen und es erfolgte der Startschuss zu einem fortwährenden Dialog zwischen den Kooperationspartnern.

Aktuell ist der LFV M.-V. schon mit mehr als 25 Schulen hinsichtlich seiner Bildungsangebote in Kontakt bzw. in der konkreten Umsetzung. So fand die Ausbildung zum DFB-Junior-Coach bereits in 14 weiterführenden Schulen in Mecklenburg-Vorpommern statt. Ziel dieser Qualifizierungsmaßnahme ist es, die ausgebildeten Jungtrainer für einen Einsatz in Fußball-AGs in Kitas oder Schulen oder aber für die Vereinsarbeit zu gewinnen. Für die Zukunft sind im Rahmen der Initiative unter anderem auch Schiedsrichterausbildungen geplant. Für Grundschulen sollen gesonderte Sport- bzw. Bewegungsangebote (Fußball und Futsal) geschaffen werden.

Für die Ganztagsschulen und vollen Halbtagsgrundschulen stellt das Land pro Jahr 26 Mio. Euro bereit. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es 337 ganztägig arbeitende Schulen. Das sind ca. 65 Prozent aller staatlichen allgemein bildenden Schulen. Bezogen auf die Gesamtzahl der Schüler der Primarstufe und Sekundarstufe I nimmt  bereits jeder zweite Schüler an ganztägigen Angeboten teil. Im Schuljahr 2016/2017 waren das insgesamt 71.102 Schülerinnen und Schüler. Das ist ein Anstieg um ca. 10 Prozent gegenüber dem Schuljahr 2014/2015.

Weitere Informationen:www.mv.ganztaegig-lernen.de


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